01.02.2012, 05:00 Uhr

„Fleckerlteppich“ wird Ende gesetzt

Der Benediktinerplatz mit seinem dazugehörigen Markt zählt zu den „Heiligtümern“ der Klagenfurter. 2010 und 2011 wurde mit der Generalsanierung des Treffpunkts begonnen, u.a. wurden die mehr als 60 Jahre alte Nordhalle sowie die Halle Ost saniert.

Asphalt und Pflasterung
Voraussichtlich heuer bzw. nächstes Jahr soll der letzte Bauabschnitt erfolgen – die Hallen West und Süd werden fertiggestellt und der Bodenbelag des Marktareals wird erneuert, wie Verkehrsstadtrat Peter Steinkellner (ÖVP) mitteilt.
„Heuer beginnen wir mit dem Bauabschnitt in der Lidmannskygasse. Nächstes Jahr wird dann der gesamte Marktteil nicht nur asphaltiert, sondern bei den Ständen teilweise auch gepflastert“, so Steinkellner. Derzeit ist der Platz ein unansehnlicher Asphaltfleckerlteppich mit gefährlichen Löchern. Zufrieden über die Aufwertung des Benediktinermarktes, der an den Markttagen Donnerstag und Samstag jeweils bis zu 6.000 Besucher aus nah und fern anlockt, zeigt sich auch Marktleiter Gerhard Winkler vom Magistrat der Landeshauptstadt: „Mit dieser Maßnahme wird der Markt den Bürgern noch zugänglicher. Es wurde 63 Jahre der Asphalt nur ausgebessert, jetzt gehört er generalsaniert“, erklärt Winkler, der seit 39 Jahren das Marktwesen über hat.

Neue Anschlüsse geplant
Außerdem herrsche dringender Handlungsbedarf bei den sanitären Einrichtungen sowie den Wasser- und Stromanschlüssen, ergänzt Steinkellner: „Der Markt wird den modernen Hygienestandards angepasst.“ Der Kanal wurde bereits erneuert.
Für die gesamte Neuadaptierung des Marktes werden 500.000 Euro in die Hand genommen. Finanzielle Einbußen und weniger Kunden – davon brauchen die Marktfieranten, laut Steinkellner, der sich für eine starke Einbindung der Händler einsetzt, keine Angst haben, denn man werde Rücksicht auf die Markthauptzeiten nehmen: „Während der Karwoche finden keine Bauarbeiten statt.“ Konkret sollen die Bauarbeiten am Dienstag nach Ostern beginnen, ergänzt Winkler.

Schon lange ein Anliegen
Fierant Manfred Reautschnig freut sich, dass trotz der Sanierung der Hallen der Marktcharakter erhalten geblieben ist, und gibt sich zuversichtlich hinsichtlich der Asphaltrenovierung: „Der Belag des Marktes muss dringend erneuert werden. Es muss ein schönes Endbild entstehen.“ Repaz Goran, Mitarbeiter der Gärtnerei Bähr in Lendorf, verspricht sich durch die Sanierung eine höhere Kundenfrequenz: „Wenn der Markt vollständig saniert ist, dann werden noch mehr Leute in den Süden der Innenstadt kommen.“

Katja Juliane Auer
Foto: Auer
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