24.03.2017, 08:52 Uhr

Kleine Brot-Küchlein aus Klagenfurter Hand könnten neuer Food-Trend werden

Die Klagenfurterin Veronika Michitsch bereichert die Koch- und Backwelt mit ihren selbstentwickelten Breadcakes und hat gerade ein Buch dazu im Freya-Verlag veröffentlicht. (Foto: Polzer)

Die Klagenfurterin Veronika Michitsch setzt mit ihrem innovativen Breadcake-Rezeptbuch einen neuen Back-Trend und hilft allen, die Nahrungsmittelunverträglichkeiten haben.

KLAGENFURT. "Es war ein Geistesblitz, eines Tages in der Küche", sagt die Klagenfurter Sozial- und Integrationspädagogin Veronika Michitsch. Statt Kuchenteig für die entzückenden kleinen Cupcakes zu verwenden, wollte sie eine pikante Variante machen und hat mit Brotteig experimentiert. Herausgekommen ist etwas, das es bis dato in der Koch- und Backwelt noch nicht gibt: Breadcakes. Sie muten an wie Cupcakes, bestehen jedoch aus einem Brotteig und einem Topping aus Frischkäse, Joghurt und Topfen.
Drei Jahre lang hat Michitsch diese Idee weiterentwickelt und verfeinert. Unzählige Varianten hat sie entwickelt, denn der Grundteig lässt sich mit allen erdenklichen Zutaten – von verschiedenen Mehlen, Nüssen, Kräutern und Früchten zu unterschiedlichsten Geschmacksvarianten ableiten. Auch die Toppings erhalten so unterschiedlichste Geschmacksnuancen. "Die Rezepte sind alle sehr einfach und unkompliziert – so wie kochen sein sollte", sagt Michitsch.

Das Besondere: Für jeden Allergiker geeignet

Am 22. März ist nun ihr Breadcake-Rezeptbuch erschienen. Das Besondere daran ist aber nicht nur, dass sie diese Brot-Küchlein erfunden hat, sondern auch, dass sie für jeden Allergiker verträglich sind. Denn, so Michitsch: "Für jede Zutat, die Allergien auslösen könnte, habe ich bei jedem Rezept eine Alternative für Allergiker angeführt." Das betrifft sowohl Histamin-, Gluten-, Fructose-, Lactose- sowie Milcheiweisintoleranz und Nussallergien.

Autorin selbst in hohem Maß betroffen

Michitsch ist selbst betroffen und reagiert in hohem Maß allergisch auf viele Lebensmittelgruppen. "In meiner Kindheit gab es noch keine Tests, ich bin mit ständigen Schmerzen aufgewachsen. Ich hatte Angst zu Essen, denn das tat weh." Später stellte sich heraus, dass Michitsch, wie sie selbst sagt, gegen so ziemlich alles eine Unverträglichkeit hat.
MIt dem Breadcake-Buch schlägt sie nun eine Brücke zwischen Food-Trend, Genuss, aber auch Achtsamkeit im Umgang mit vielen Dingen des Lebens. "Es weist auf den achtsamen Umgang mit unseren Lebensmitteln hin, genauso aber auch auf den achtsamen Umgang mit unserem Körper, aber auch mit Gegenständen und unseren Fähigkeiten."

Bunte Förmchen für die Breadcakes stricken

Die letzten beiden Puntkte rühren daher, dass das Buch von Michitsch noch zwei versteckte Besonderheiten bietet. Ein Kapitel widmet sie der Handarbeit – ja, richtig gehört. Denn sie hat Strick- und Häkelanleitungen für den "Mantel" der Breadcakes entwickelt. "Ich dachte mir, zieh die Breadcakes einfach an und mach sie so noch entzückender, als sie es schon sind." Mit Strick- und Häkelanleitungen entstehen so nachhaltige Breadcake-Förmchen. "Die normalen Cupcake-Förmchen sind Wegwerfprodukte. Die gestrickten kann man auswaschen und wieder verwenden", so Michitsch, die seit ihrer Kindheit gerne handarbeitet.
Die zweite Besonderheit sind die Bilder des Buches, sie alle erzählen eine persönliche Geschichte von Michitsch. Auf der Titelseite zum Beispiel ist der Teller von ihrer Oma abgebildet. Ein Erbstück aus den 20er-Jahren. "Darauf haben wir als Kinder immer Käsnudel gegessen", sagt die Autorin.
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