31.01.2018, 09:42 Uhr

Landeskonservatorium soll zur Privatuni werden

Präsentation der Pläne für die Privatuniversität: Hanna Senfter, Roland Streiner, Peter Kaiser
KLAGENFURT. Bereits im Wintersemester 2019/20 könnte das Konservatorium zur Privatuniversität für Musik werden. Der Akkreditierungsantrag wurde bereits fertiggestellt und wird nun eingereicht. "Bereits jetzt ist das Konservatorium eine Erfolgsgeschichte. Leider gab es bisher noch keine erfolgreichen Kooperationen für die Erlangung der akademischen Reife", so Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser. Deshalb wurde seitens der Landesregierung vergangenes Jahr der Beschluss gefasst aus dem Konservatorium eine Privatuniversität zu machen. "Für die Kriterien des Akkreditierungsprozesses sind nur ganz wenig Adaptierungen nötig", erklärt Kaiser. Umbauten sind nicht notwendig, der finazielle Aufwand soll 600.000 Euro pro Jahr für die ersten beiden Jahre nicht überschreiten. Der Akkreditierungsprozess soll voraussichtlich bis Ende des Jahres dauern.

In Kärnten studieren

Ziel ist es, dass Studenten mit der akademischen Reife abschließen können. "Dadurch wollen wir die Studierenden des Landeskonservatoriums in Kärnten behalten und Studierende aus den anderen Bundesländern nach Kärnten holen", sagt der Bildungsreferent. Durch eine baldmögliche Überführung der Studierenden in den universitären Betrieb können im Konservatorium bereits ab 2020 die ersten akademischen Abschlüsse folgen.

Musikausbildung

Von einem Meilenstein für die Musikausbildung spricht Konservatoriumsdirektor Roland Streiner. "Schwerpunkte der Universität sollen die Lehre der Aufführungskunst und der interdisziplinären Musikpädagogik sein", sagt der Direktor. Auch ein neuer Forschungsbetrieb ist geplant. "Damit möchten wir neue Berufschancen schaffen", erklärt Streiner. Die Zahl der 400 Studierenden soll gleich bleiben. "Des Weiteren wollen wir über eine Begabungsakademie mit den Musikschulen des Landes zusammenarbeiten und so junge Talente fördern", so der Konservatoriumsdirektor.
Geplant sind derzeit zwei Studiengänge, die mit den akademischen Graden Bachelor bzw. Master abgeschlossen werden können. "Ausgewählte Universitätslehrgänge kommen noch hinzu", so Streiner.

Gustav Mahler Universität

Die Privatuniversität wird den Namen "Gustav Mahler Universität" erhalten. "Nicht nur wegen Mahlers Werken in Maiernigg, sondern auch wegen der Intention seiner musikalischen Philosophie ist der Name passend", sagt Streiner.

Wettbewerbsfähigkeit

Der Studentin Hanna Senfter, die im dritten Studienjahr am Konse die Fächer Klavier und Harfe belegt, geht es vor allem um die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich. "Mit einem akademischen Abschluss gibt es auch Zukunftsperspektiven in Kärnten", so die Studentin.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.