08.06.2017, 19:33 Uhr

Neue Referatsaufteilung für die Stadt Klagenfurt beschlossen

Neue Referatsaufteilung im Rathaus: Maria-Luise Mathiaschitz übernimmt die Stadtplanung, Markus Geiger Jugend und Familie (Foto: Stadtpresse/Fritz)

Markus Geiger übernimmt nun Jugend und Familie; für die Stadtplanung ist nun Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz zuständig.

KLAGENFURT. Nach der Kritik an Stadtrat Markus Geiger wegen der Umwidmung eines seiner Grundstücke und der angeblichen, vorgeworfenen Befangenheit in der Causa Kastner & Öhler wurde heute im Stadtsenat eine neue Referatsaufteilung vorgenommen. Wie schon zuvor angekündigt, übernimmt nun Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz die Stadtplanung zur Gänze. Bisher war dieses Referat zwischen ihr und Geiger aufgeteilt. Künftig wird das Referat Raumordnung heißen. Dazu gehören neben Stadtplanung und Stadtentwicklung das Ortsbild, die Erstellung von Flächenwidmungs‐ und Bebauungsplänen, die Angelegenheiten der Altstadt sowie die Förderung der Revitalisierung der Innenstadt und Altstadtsanierung.

Stadtrat Markus Geiger übernimmt von Stadträtin Ruth Feistritzer die Zuständigkeiten „Jugend und Familie“ und hat nun in Zukunft die Referate „Facility Management, Wirtschaft, Tourismus und Familie“ über.
Mathiaschitz ist nun verantwortlich für „Finanzen, Kultur und Raumordnung“ und Stadträtin Ruth Feistritzer für „Bildung, Frauen und Integration“.

Geiger freut sich auf neue Aufgaben

„Klagenfurt noch familienfreundlicher zu machen ist ein zentrales Anliegen der ÖVP. Es freut mich sehr, dass dieser Bereich in seine politische Heimat zurückkommt“, so Geiger über seine neue Aufgabe. Dieser will er sich als Familienvater mit voller Kraft einsetzen.
Die Jugendthemen sind Geiger nicht fremd; er war in der Jungen Volkspartei schon politisch sehr aktiv. „Auch jetzt haben wir eine gut funktionierende Jugendorganisation, die mit vielen frischen Ideen Klagenfurt bereichern möchten. Diesem spannenden Gebiet kann ich mich nun intensiv widmen“, freut sich der ÖVP-Stadtrat. Und erläutert den Wechsel: „Es ist schade, dass man als Grundbesitzer automatisch von manchen vorverurteilt wird. Dass trotz transparenter und nachweislich einwandfreier Vorgehensweise in Ausschusssitzungen Unwahrheiten und Falschmeldungen gestreut werden, ist sehr bedauerlich. Da solcherlei Anfeindungen in Vorwahlzeiten kaum aufhören werden und meine Arbeit in der Stadtplanung behindert hätten, war es mein Wunsch, einen Referatswechsel vorzunehmen“, erklärt er.

Reaktionen

Abwartend sieht der neuen Aufteilung Stadtrat Wolfgang Germ entgegen: "Jetzt wird sich zeigen, ob die Bürgermeisterin die schon lange auf sich wartende Revitalisierung der Stadt nun selbst umsetzen kann. Bei Neuansiedelungen von Unternehmen wird sie sich nach der abwertenden Vorgangsweise mit einem Großinvestor vermutlich schwer tun.“ Der erste Schritt müsse nun laut Germ die Wiederaufnahme der Gespräche mit Kastner & Öhler sein.
Der FPÖ-Stadtparteiobmann stellt zudem die nun vorherrschende Machtkonzentration der SPÖ in einem so wichtigen Referat in Frage, "da der Obmann des Ausschusses und jetzt die Referentin derselben Partei angehören."
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