22.03.2017, 17:14 Uhr

Offener Raum für Kreativität

Flüchtlinge reparieren alte Computer

Im OTELO Ferlach bringen Flüchtlinge alte Computer wieder zum Laufen.

FERLACH. Das OTELO in Ferlach verfolgt immer spannende Projekte und setzt diese auch seit der Gründung 2014 engagiert um. OTELO bedeutet offenes Technologielabor und ist in Kärnten mehrmals vertreten.

Dünger für Start-Up

OTELO steht für offenen und kreativen Raum, wo sich auch viele Geschäftsideen entwickeln. "Im OTELO Ferlach sind schon vier Geschäftsmodelle entstanden, die wahrscheinlich in einem Start-Up münden, das heißt wir sind sozusagen der Dünger für Start-Ups", sagt Obmann Michael Steindl. OTELO entstehe durch Bügerinitiative. Der Raum wird von der Gemeinde zur Verfügung gestellt. "OTELO ist ein Raum an Begegnungen und befruchtet sich auf unterschiedlichen Ebenen", erklärt Steindl. Der Verein hat in der Vergangenheit schon viele Projekte verwirklicht, wie Tablet-Kurse für Senioren, die von Schülern unterrichtet wurden, IT-Projekte mit HTL Schülern, verschiedene Foschungsprojekte mit FHs oder aber auch selber Bier zu brauen. "Demnächst wollen wir App-Programmierkurse anbieten, in denen man lernt, wie man eine App baut", informiert Steindl. Um diese Projekte umsetzen zu können, braucht es aber auch das technische Know-how und Gerätschaften, das Steindl mit seiner Frima Liland IT GmbH verbindet.

Repair-Café

Das letzte Projekt war eine Reparaturaktion, bei der alte, gespendete Computer im OTELO Repair-Café wieder zum Laufen gebracht worden sind. Flüchtlinge und IT-Profis reparierten die Computer für die Villa Liberia in Pörtschach für afghanische Familien. Dietlinde Honeck ist die Besitzerin der Villa Liberia und sie hat seit 2015 Flüchtlinge bei sich aufgenommen. Honecks afghanische Familien haben durch dieses gemeinsame Projekt mit OTELO Ferlach funktionierende Computer bekommen. "Ich bin sehr erfreut, dass das Projekt so gut funktioniert hat", sagt Dietlinde Honeck. Das OTELO Ferlach habe neben dem Repair-Café auch noch ein Nähcafé, in dem Flüchtlinge selber schneidern können und Produkte entstehen können. "Mein Ziel ist es ein neues Mind-Set in eine Stadt zu bringen, die teilweise überaltet ist und Neues zu schaffen" erklärt Steindl. OTELO biete Raum, in dem man mit der Technik spielerisch umgehen kann, um die Abwanderung in den Griff zu bekommen. "Wir wollen, dass die junge Generation bleibt, weil es Räume gibt, in denen sie sich verwirklichen können", erklärt Steindl.
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