06.12.2017, 06:00 Uhr

Pfarrplatz neu: Das wollen die Klagenfurter

Pfarrplatz neu: Rund um die Kirche St. Egid wird viel passieren (Foto: Polzer)

Die Ideen aus dem Bürgerbeteiligungsprozess sind ausgewertet, sie bilden die Basis für den folgenden Architektenbewerb.

KLAGENFURT (vep). Im April fiel der Startschuss für den Bürgerbeteiligungsprozess zur Attraktivierung und Umgestaltung des Pfarrplatzes.
278 Ideen der Klagenfurter wurden von einer Steuerungsgruppe der Stadt ausgewertet und analysiert, nun liegen die Ergebnisse vor – sie bilden die Basis für den Architekturwettbewerb. Und am Pfarrplatz soll sich einiges verändern: Weniger Parkplätze, stattdessen eventuell Begegnungs- und neue Ladezone, hochwertige Möblierung, eine bessere Öffnung zum – künftig attraktiveren – Erzherzog-Johann-Park sowie eine multifunktionale Nutzung für kulturelle Veranstaltungen wünschen sich die Klagenfurter, informieren die zuständigen StR Markus Geiger und Christian Scheider. Eines steht dabei über allen Neuerungen: der respektvolle Umgang mit der Kirchenanlage.

Begegnungszone

Der westliche Teil des Pfarrplatzes (Kreuzung Theatergasse) soll weiterhin für den Verkehr freigegeben sein, jedoch müsse eine Neugestaltung der Oberflächen sowie eine attraktivere Möblierung erfolgen. Beim Bürgerbeteiligungsprozess kam zudem klar heraus, dass hier vor allem rund um das Kirchenportal eine deutliche Reduktion der Parkplätze gewünscht wird. Die Verordnung einer Begegnungszone wurde von den Bürgern mehrfach genannt – weil es eine "zeitgemäße Verkehrslösung" sei. In der Theatergasse könnten laut der Bürgerbefragung eventuell Ersatzparkplätze geschaffen werden.

Raum für Kultur

Der südliche Teil des Pfarrplatzes, wo auch jetzt schon bei Altstadtzauber & Co. Bühnen aufgebaut werden, wird von den Klagenfurtern als eigenständiger Innenstadtraum gesehen. Entsprechend soll dieser zu einem attraktiven Platz mit multifunktionaler Nutzung aufgewertet werden. Vor allem kulturelle Veranstaltungen sollen dort künftig stattfinden.
Die Kirche wird von den Klagenfurtern als zentrales Element des Platzes betrachtet: Der Würde dieses Standortes soll durch die Freistellung der Kirchenanlage Rechnung getragen werden, sodass auch die kunsthistorischen Qualitäten besser zur Geltung kommen.

Mehr grün für den "Johann"

Zum Areal des Pfarrplatzes zählt auf der nördlichen Seite auch der rund 1.400 m² große Erzherzog-Johann-Park. Beim Bürgerbeteiligungsprozess trat klar zutage, dass sich die Klagenfurter auch hier eine Attraktivierung erwarten. Zunächst: Mehr Grün, vor allem auf vertikaler Ebene, also zum Beispiel in Form von Bäumen, Sträuchern etc.
Der Park soll sich außerdem spürbar Richtung südlichem Pfarrpatz öffnen. Derzeit ist ja der (vom Park ostseitige) Weg dorthin eher schmal und verwinkelt.
Auch dann vom Pfarrplatz weiter über die Alte Rathausgasse hin zum Alten Platz erwarten sich die Klagenfurter im Zuge der Neugestaltung eine verstärkte Öffnung.
Vorschläge wurden auch dahingehend eingebracht, dass der Verlauf der Alten Stadtmauer mit Gestaltungselementen sichtbarer gemacht werden könnte.
Zudem soll die Brunnenanlage attraktiver und an geeigneter Stelle neu angelegt werden.

Weitere Schritte

Am Dienstag präsentierten die Stadträte Scheider und Geiger die Ergebnisse im Stadtsenat. Sie werden nun in den Architektenwettbewerb fließen, der voraussichtlich im Jänner ausgeschrieben werden soll. Scheider: "Jetzt wird fachlich aufgearbeitet, wie man die Wünsche der Klagenfurter umsetzen kann, auch hinsichtlich Verkehrsfluss."
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