25.01.2012, 05:00 Uhr

Sechs Millionen € für neue Zentrale

(emp). Der Countdown zum Umbau der Klagenfurter Berufsfeuerwehr, die vor mehr als 30 Jahren auf dem Gelände in der Hans-Sachs-Straße angesiedelt worden ist, läuft.
Die Kosten für das Gesamtprojekt, das bis 2014 in mehreren Bauphasen durchgeführt wird, belaufen sich auf rund sechs Millionen Euro, davon 200.000 Euro Eigenleistung von der Berufsfeuerwehr: „Der Grundsatzbeschluss erfolgte im Stadtsenat, die Stadt haftet für das Darlehen“, erklärt Bürgermeister und Feuerwehrreferent Christian Scheider.
„Wir starten Mitte März mit dem sichtbaren Teil des Umbaus, der Aufstockung des Hauptgebäudes, in Form eines Holzbaus“, erklärt Kommandant Gottfried Strieder. Außerdem wird in der ersten Bauphase, die bis zum Jahreswechsel 2012/13 abgeschlossen sein soll, die Leitstelle ins neue Obergeschoss verlegt.

Neu und energieeffizient
Nötig wird der Umbau bzw. die Sanierung der gegebenen Räumlichkeiten aufgrund veralteter Elektro- und Sanitärleitungen und desolater Bausubstanz, vor allem im Bereich des Dachs. „Die Leitstelle mit Hard- und Software entspricht nicht mehr dem neuesten technischen Stand“, so Strieder. Durch die Aufstockung wird das Gebäude den neuesten energieeffizienten Standards entsprechen und „die notwendige Dachsanierung kann eingespart werden.“ Die Dachfläche ist zusätzlich für Photovoltaik geeignet.

Lift für Barrierefreiheit
Kernstück im Hauptgebäude wird der neue Lift, der künftige Barrierefreiheit gewährleisten soll. „Büros für die Sachverständigen des vorbeugenden Brandschutzes werden ebenfalls im Haupthaus integriert“, ergänzt Strieder.
Neu geschaffen wird ein notwendiger Dekontaminationsbereich und die Atemschutzwerkstätte wird erneuert. „Die Werkstätten für Elektro-, Haustechnik, Funk und Kommunikation und Feinmechanik werden ebenso einer völligen Erneuerung unterzogen“, so Strieder über das Vorhaben. Der Küchenbereich und die Aufenthaltsräume werden adaptiert. Trotz der Herausforderung, den Umbau bei laufendem Betrieb durchzuführen, sieht Strieder diesen keinesfalls gefährdet. Scheider, als Auftraggeber der Sanierung und Erweiterung der Berufsfeuerwehr, sieht gemeinsam mit Strieder durch den Neubau der Leitstelle vor allem die „Alarmierungssicherheit und Disposition bei den Einsätzen der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren der Stadt auch künftig gewährleistet“.


Eva-Maria Peham
Fotos: Auer
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