07.06.2017, 14:45 Uhr

Sirius-Parkplatz wird ab 1. Juli kostenpflichtig

Ab 1. Juli wird der für Pendler beliebte Sirius-Parkplatz gebührenpflichtig. Ein Tagesticket wird 5 Euro kosten. (Foto: KK/Stadt Klagenfurt)

Die STW werden den Parkplatz betreiben und investieren in die Umgestaltung 90.000 Euro.

KLAGENFURT (vep). Der letzte kostenfreie große Parkplatz in Klagenfurt, der Sirius-Parkplatz, wird ab 1. Juli nun auch gebührenpflichtig. Das wurde heute im Klagenfurter Stadtsenat nach Antrag von Vizebürgermeister Christian Scheider beschlossen.
Bewirtschaften werden den Parkplatz künftig die Klagenfurter Stadtwerke. Die STW investieren in die Umgestaltung rund 90.000 Euro, die Stadt Klagenfurt bekommt jährlich einen fixen Pauschalbetrag überwiesen.

Monatsticket: 40 Euro

Ein Tagesticket wird 5 Euro, ein Monatsticket 40 Euro kosten. Es soll aber laut Scheider auch ein Bonus- bzw. Vergünstigungssystem eingeführt werden, genaues ist aber noch nicht bekannt. Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz informierte, dass die Bewirtschaftung ausgeschrieben wurde und die Stadtwerke als Bestbieter hervorgingen. Der Tarif ist gleich gestaltet wie beim Parkplatz Fernheizwerk, der ebenfalls von den Stadtwerken bewirtschaftet wird.
"Mit dem Tarif haben wir in der ganzen Stadt gleiche Verhältnisse geschaffen", sagt Scheider. Und im Gegensatz zu Tiefgaragenpreisen seien 40 Euro im Monat ein leistbarer Betrag.

Dauerparker sollen weg

Die künftige Gebührenpflicht sei laut Scheider vor allem dazu da, den Dauerparkern entgegenzuwirken: "Der Sirius-Parkplatz ist der letzte unbewirtschaftete große Parkplatz. Es findet entsprechend den ganzen Tag keine Bewegung der Pkw statt, da hier von in der Früh weg die Dauerparker stehen." Der Parkplatz solle aber für die Allgemeinheit zur Verfügung stehen.

Kein Gratisparken mehr

Für Aufregung wird die Gebührenpflicht am Sirius-Parkplatz sicherlich noch unter den Pendlern sorgen, die durch die ausgeweitete Kurzparkzone vor wenigen Monaten schon einige "Gratis"-Parkplätze in der Innenstadt verloren haben. Scheider betont: "Die großen Parkflächen muss man gesondert betrachten. Es gibt keine Stadt in Österreich, in denen diese brachliegen und kostenlos sind. Das neue Modell der Kurzparkzone habe ich aber bekanntlich ohnehin immer abgelehnt."
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.