22.10.2014, 08:00 Uhr

"Verbot kann nicht die Lösung sein!"

Kampf dem Schwerverkehr: so lautet das Motto von Anrainern an der B70 (Foto: KK)
Unternehmer aus dem Bezirk sprechen sich gegen neues Lkw-Fahrverbot auf der B70 aus.

BEZIRK (emp). Wie die WOCHE berichtete, spricht sich das Bürgerforum mit Sprecher Roman Steinwender für die Wiedereinführung des Lkw-Fahrverbots auf der B70 aus. Anrainer kämpfen nun, um ihr Ziel zu erreichen.

Verkehr aus der Region

Für Unternehmer und Frächter Karl Kollitsch aus Völkermarkt sind die Vorgänge völlig unverständlich. "Auf der Strecke ist fast zu 100 Prozent nur Regionalverkehr unterwegs, was die Lkws anbelangt", ist Kollitsch überzeugt. Unter Regionalverkehr versteht er "Lkws von Betrieben aus Völkermarkt, St. Veit und Klagenfurt."
Der Schwerverkehr sei ohnehin nur dort unterwegs, wo er gebraucht werde. Im Fall der B70 komme er aus der Region und fahre in die Region. "Wir bezahlen schließlich auch Steuern, wie die Mineralölsteuer. Somit sollten wir auch die B70 weiterhin nutzen können", ärgert sich Kollitsch.

Verbot ist Verschiebung

Von einem neuerlichen Fahrverbot hält der Unternehmer nichts. "Ein Verbot kann keine Lösung sein, sondern nur eine Verschiebung des Problems", meint Kollitsch.
Ziel der Frächter und Unternehmer sei mit Sicherheit nicht, "die Bevölkerung zu überrollen", sagt Kollitsch. Dennoch bleibt er bei seinem Standpunkt und spricht sich klar gegen ein neuerliches Fahrverbot aus. Unternehmer Wolfgang Supantschitsch betreibt eine Tankstellen, ein Gasthaus und eine Trafik in Greuth.
"Ich bin den ganzen Tag vor Ort. 60 bis 70 Lkws fahren nicht pro Stunde, wie schon behauptet worden ist, sondern höchstens an einem ganzen Tag vorbei." Während des Lkw-Fahrverbotes "musste ich Umsatzeinbußen von mindestens 30 Prozent hinnehmen", so Supantschitsch.
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