20.06.2017, 08:37 Uhr

Vieles in Klagenfurt schon auf Schiene

Die Seniorenheime Hülgerthpark sind in desolatem Zustand. Trotz Sanierungsmaßnahmen müsse nun neu gebaut oder zumindest generalsaniert werden, so StR Jürgen Pfeiler (Foto: Stadtpresse)

Im Jänner kündigte die Stadt viele Maßnahmen an. Was ist bereits umgesetzt, was nicht? Die WOCHE hat nachgefragt.

KLAGENFURT (vep). Eines der derzeit größten Projekte im Referat von Stadträtin Ruth Feistritzer ist der Umbau der NMS St. Ruprecht und die Zusammenlegung mit der Polytechnischen Schule bis 2018/19. "Wir liegen perfekt im Plan, ebenso wie beim Umbau der Westschule", so Feistritzer.

Bildungscampus Süd

Auch im Projekt Bildungscampus Süd tut sich etwas: "Wir haben jetzt die letzte Phase abgeschlossen. Es beinhaltet auch Maßnahmen, die St. Ruprecht abseits der Bildung für die Bewohner attraktiver macht", so Feistritzer. So werden nun von den Schulen in Kooperation mit der städtischen Tischlerei z. B. Stadtteil-Sitzmöbel entworfen. "Auch dem Wunsch nach mehr Grünflächen werden wir Rechnung tragen", so Feistritzer. Aktuell entsteht ja gerade ein neuer Spielplatz. Adaptiert wird auch die Beleuchtung, um das Sicherheitsgefühl zu stärken.

Moderner Kindergarten

Die Umbauten im Kindergarten in der Feldkirchner Straße sind laut Feistritzer abgeschlossen und er zählt nun zu den modernsten in Klagenfurt.

Esf-Mädchenzentrum über die Maßen genutzt

Beim Vorzeigeprojekt "esf-Mädchenzentrum" zeige sich aktuell, dass der Bedarf mehr als nötig sei. Feistritzer: "Die Mädchen kommen en masse, wir stoßen an unsere Kapazitäten und benötigen mehr Mittel."
Das esf-Mädchenzentrum begleitet benachteiligte junge Frauen zwischen 18 und 25 Jahren in ein selbstbestimmtes Erwerbsleben, in Zusammenarbeit mit Institutionen wie der Juno. Rund 1,3 Millioneen Euro werden pro Jahr dafür ausgegeben, das Projekt läuft bis 2020.

Sanierung noch ausständig

Die von Vize-Bgm. Jürgen Pfeiler für heuer angekündigte Sanierung der Desinfektionsanstalt ist noch nicht erfolgt. "Wir stehen gerade in Verhandlungen mit dem Land, alles muss in den Katastrophenplan eingearbeitet werden." Zudem werde eine Kooperation mit der Anstalt in Graz geprüft, dann wäre, wegen der Aufteilung der Bereiche, der Sanierungsbedarf in Klagenfurt geringer. "In diesem Fall könnten wir noch heuer mit den Maßnahmen beginnen", so Pfeiler.

Sozialatlas ist fertig

Fertig hingegen ist der für heuer geplante analoge sowie digitale Sozialatlas, ein Nachschlagewerk aller sozialen Einrichtungen in Klagenfurt. In ca. drei Wochen soll er präsentiert werden. Auch das neu gebaute KLC Clubgebäude ist bereits in Betrieb, die Eröffnung folgt in Kürze. Die Sanierung der Eishalle, heuer Toiletten und Beleuchtung, sei ebenso genau im Plan.

Seniorenheime Hülgerthpark: Möglicher Neubau

Bereits im vergangenen Jahr wurde mit der Sanierung der städtischen Seniorenheime Hülgerthpark begonnen. Diese Maßnahmen sollten heuer weitergeführt werden, informierte Pfeiler zum Jahresbeginn. Jetzt zeigt sich jedoch, dass diese Maßnahmen nicht ausreichend sein werden. Pfeiler sagt: "Die Substanz ist schon so schlecht, dass das Objekt auch bei einer Sanierung wirtschaftlich nicht mehr rentabel ist. Und wir müssen vor allem auch die Pflegestandards sichern."
Laut Pfeiler sei nun doch eine Generalsanierung oder sogar ein Neubau nötig. "Ich werde Dienstag im Stadtsenat einen Grundsatzantrag auf Generalsanierung oder Neubau der Seniorenheime Hülgerthpark einbringen", so Pfeiler.

Haus des Sports bis Jänner 2018

Die Zusammenlegung von Sportpark und Sportamt zu einem "Haus des Klagenfurter Sports" sei laut Pfeiler ebenso am Laufen. "Aktuell sind die Fachleute dabei, rechtlich korrekt alle Aufgaben, Strukturen etc. zu definieren", sagt Pfeiler. Der tatsächliche Zusammenführungsprozess der 25 Mitarbeiter werde im Herbst starten, "wenn alle Großveranstaltungen beendet sind, bei denen sie ja involviert sind. Mit 1. 1. 2018 sind wir fertig", so Pfeiler.
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