02.09.2014, 15:00 Uhr

"Wünsche mir Schulterschluss der Regierung"

Die Klagenfurter Schulreferentin, Vizebgm. Maria-Luise Mathiaschitz (Foto: KK)
Schulreferentin Vizebgm. Maria-Luise Mathiaschitz im Interview zum Schulstart.

KLAGENFURT. 760 Tafelklassler in Klagenfurt haben am Montag ihren ersten Schultag.

Was sind Ihre Wünsche für das neue Schuljahr?

Maria-Luise Mathiaschitz: Ich habe einen großen Wunsch an die Bundesregierung - nämlich den, dass es einen Schulterschluss in Sachen Gesamtschule gibt. Dass der Weg zur Gesamtschule beherzter gegangen wird - denn da geht es darum, den Kindern den bestmöglichen Start ins Leben zu ermöglichen. Da spielt natürlich auch die Ganztagsschule mit.

Wie weit ist Klagenfurt, wenn es um die ganztägige Betreuung geht?
In den Neuen Mittelschulen bieten wir die ganztägige Betreuung auf freiwilliger Basis. Mit dem heurigen Schuljahr haben wir in Klagenfurt fünf Volksschulen, die zusätzliche zu den bestehenden Horten Nachmittagsbetreuung anbieten - das hat sich absolut bewährt. Es ist wichtig, die Möglichkeiten der Betreuung zu schaffen, die auch von sozial schwachen Familien in Anspruch genommen werden können.

Da spielt auch die Kleinkindbetreuung eine große Rolle - wird es hier mehr Betreuungsplätze geben?
Es stimmt, der Bedarf an Betreuungsplätzen steigt ständig. Wir führen Gespräche sowohl mit der Kindergarten-Abteilung und dem Hilfswerk - ich hoffe, dass wir ab Februar oder März mehr Betreuungstellen anbieten können. Fix ist bereits, dass ab Februar zwei Gruppen in Wölfnitz haben werden.

Wie sieht es mit dem Bauprogramm für die Klagenfurter Schulen aus?
Als erstes steht die Integrationsschlue VS Welzenegg am Plan. Hier wird eine Million Euro investiert - hier sollen zwei zusätzliche Klassen entstehen. Danach ist die Sanierung der Neuen Mittelschule St. Peter geplant.

Vor Kurzem wurde diskutiert, Kinder, die nicht gut deutsch können, in eigenen Klassen zusammenzufassen. Was halten Sie von diesem Vorschlag?
In Klagenfurt ist nicht geplant, dass es solche Klassen gibt. Wir machen Mütter darauf aufmerksam, dass ihre Kinder Nachteile haben, wenn sie nicht deutsch sprechen - man muss aufpassen, dass es zu keine Ghettobildung wegen der Sprache kommt. Natürlich - es gibt ab und zu Probleme mit Kindern, die während des Schuljahres zu uns kommen und die Sprache nicht können. Aber das hält sich in Grenzen - und wir müssen alles tun, dass diese Kinder die Sprache so gut wie möglich lernen.


Zur Sache
- 760 Tafelklassler starten heuer in den städtischen Volksschulen in den „Ernst des Lebens“
- 18 städtische Volksschulen
- 9 städtische Neue Mittelschulen
- 1 Polytechnische Schule
- 1 Allgemeine Sonderschule
- 1 Sonderschule für schwerstbehinderte Kinder
- Besondere Ausbildungsschwerpunkten im Volksschulbereich unter anderem:
1 VS -> Montessori-Pädagogik
1 VS -> Musik-Schwerpunkt
- Volksschulen mit Integrationsklassen mit reformpädagogischen Unterricht in allen Schulstufen (VS Welzenegg, VS Dr. Theodor-Körner-Schule, VS Dr. Karl-Renner-Schule, VS Benediktinerschule)
- Von 1.854 Schülern der Neuen Mitelschule nehmen 433 die schulische Tagesbetreuung in Anspruch
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