31.10.2017, 11:16 Uhr

Zurück in der Arbeit mit neuer Motivation

Das Team des Arbeitstrainingszentrums kümmert sich um die Arbeitsvermittlung von psychisch kranken Menschen (Foto: ATZ)

Arbeitstrainingszentrum hilft psychisch kranken Menschen beim Wiedereinstieg ins Berufsleben.

KLAGENFURT (lmw). Den richtigen Job zu finden kann oftmals schwierig sein und für psychisch kranke Menschen wird das zu einer Herausforderung. Das Arbeitstrainingszentrum in Klagenfurt unterstützt psychisch kranke Menschen in der Arbeitswelt Fuß zu fassen. Die Einrichtung ist ein Teilbereich der AVS und betreuut zwischen 35 und 40 Trainingsteilnehmer bis zu 15 Monate lang.

Psychische Problematik

Die Trainingsteilnehmer haben alle eine psychische Problematik, teilweise Drogenproblematik und gelten als schwer vermittelbar. "Alle Trainingsteilnehmer werden auschließlich über das AMS zugewiesen und dieses übernimmt daher auch 50 Prozent der Kosten", informiert Fachbereichsleiterin Elisabeth Mandl. Die restlichen Kosten werden von der PVA und der Kärntner Landesregierung getragen. "Den Trainingsteilnehmern steht ein Team aus Trainern und Psychlogen zu Verfügung, die Hand in Hand arbeiten, um die optimale Betreuung zu gewährleisten", sagt Mandl. Es werde mit den Teilnehmern versucht, einen relativ realitätsnahen Arbeitsalltag zu leben, um Erfolge zu erzielen. Durch viele Gesprächen und Motivationsarbeit werden die Trainingsteilnehmer auf den Wiedereinstieg in das Berufsleben vorbereitet. "Dabei ist es wichtig, viel Rücksicht auf die psychischen Befindlichkeiten der Teilnehmer zu nehmen und sie keinem Druck auszusetzen, damit sie lernen, mit diesem umzugehen", sagt Mandl.

Ein Drittel wird vermittelt


Rund 35 Prozent der Teilnehmer werden auf den Arbeitsmarkt vermittelt. "Ziel ist natürlich die Arbeitsvermittlung, aber auch die psychische Stabilisierung der kranken Menschen, damit sie mehr Selbstbewusstein entwickeln", sagt Mandl. Schön zu beobachten seien die Fortschritte der Teilnehmer und auch die positiven Rückmeldungen an das Team. "Es entstehen Freundschaften unter den Teilnehmern und sie können im Leben wieder Fuß fassen. Das sind die Erfolge, mit denen man sich mitfreuen kann", sagt Mandl.
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