08.02.2017, 10:38 Uhr

Kern zu Besuch in Klagenfurt

Pressegespräch mit Publikumsbeteiligung

Bundeskanzler Kern präsentierte in Klagenfurt seine Vision: Digitalisierung in den Klassenzimmern.

KLAGENFURT (sas). Im Rahmen der Bundesländer-Tour des SPÖ-Parlamentsklubs hat am 7. Februar Bundeskanzler Christian Kern seine Visionen für eine bessere Zukunft Österreichs mit breiter Publikumsbeteiligung im Lakeside Park Klagenfurt diskutiert. "Es geht darum, unser Land zukunftsfit zu machen, ein lebenswertes und modernes Land zu sein, in dem es gerecht zugeht", betonte Kern. Dabei gehe es nicht immer um "große Durchbrüche", sondern darum, "jeden Tag ein Stück weiter in die richtige Richtung zu gehen". Es sei Aufgabe der Politik, die Zukunft zu gestalten und Menschen Perspektiven zu bieten. Die Herausforderung in einer sich wandelnden Welt, die geprägt ist von Globalisierung und Digitalisierung, neue Jobs in Österreich zu schaffen, steht dabei im Zentrum von Kerns Plan A und im aktualisierten Regierungsprogramm. Es ging darum, ein Programm für Österreich zu erstellen. "Wir wollen Österreich zukunftsfit und gerechter machen. Die Globalisierung, die Integration der Wirtschaftsräume und die Digitalisierung bringen große Veränderungen hervor, mit denen sich die Politik differnziert auseinandersetzen muss", so der Vorsitzende. Laut Kern bedeuten Veränderungen nicht nur Herausforderungen, sondern auch Chancen. Sein Ziel ist es, Menschen einen Glauben an die Zukunft zu geben und in Bereiche zu investieren die Beschäftigung bringen.

Bildung als Zukunft

Die Regierung hat sich auf das zweite verpflichtende Gratis-Kindergartenjahr geeinigt. "Je früher wir ansetzen, desto besser sind Lernergebnisse und desto mehr Chancen haben diese Kinder später", erklärt Kern. Der Ausbau biete Frauen die Chance, Beruf und Familie besser zu vereinbaren. Außerdem sei es entscheidend, "die Digitalisierung ins Klassenzimmer zu tragen". Einen der größten Wettbewerbsvorteile Österreichs sieht Kern in der Lehrausbildung.

Einführung eines Mindestlohn

Laut Kern ist jeder, der Arbeitsplätze schafft, ein Bündnispartner. Die Einführung eines Mindestlohns von 1.500 Euro sieht Kern als einen wichtigen Schritt, genauso wie Maßnahmen für ältere Arbeitnehmer oder Verbesserungen beim Privatkonkurs.

Zuwanderung und Flucht

Laut dem Bundeskanzler sei eine der schwierigsten Fragen, wie man mit Zuwanderung und Flucht umgehe. "Die, die zu uns kommen, wollen wir integrieren, wir wollen aber auch, dass sie unserer Gesellschaft etwas zurückgeben." Daher habe sich die Regierung auf ein Integrationsjahr geeinigt. "Jene, die keinen Asyltitel bekommen, müssen allerdings zurückgeführt werden. Wir müssen aus der Verantwortung heraus Entscheidungen treffen, die Lösungen bringen, nicht nur Schlagzeilen", betonte Kern.
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