07.06.2017, 21:00 Uhr

Neues Konzept: Wird der Lendhafen zum Sandstrand?

Hier am Lendhafen soll sich schon ab nächstem Sommer ein Sandstrand erstrecken. Kostenpunkt: 60.000 Euro (Foto: Schöffmann)

Der Lendhafen soll zum "City Beach" werden. Konzept der Jungen ÖVP könnte 2018 Realität werden.

LENDHAFEN. Die Diskussionen um die Nutzung des Lendhafens reißen nicht ab. Die Kolumne der freien Journalistin Ilse Gerhard in der letzten Ausgabe der WOCHE Klagenfurt löste in den sozialen Medien rege Diskussionen an. Vorgeworfen wurde ihr unter anderem eine falsche Wortwahl. Dennoch: Die Frage, was wirklich aus dem Lendhafen werden soll, bleibt.

Sandstrand am Hafen

Geht es nach Julian Geier, Obmann der Jungen ÖVP Klagenfurt, hat man die ideale Lösung für die Nutzung des Lendhafens bereits gefunden. Ab Sommer 2018 soll sich auf einer Fläche von etwa 220 Quadratmetern entlang der Anlegestelle auf der Nordseite nämlich ein Strand erstrecken. Mit Sand, Liegestühlen, Sonnenschirmen, einer Beach Bar – also allem, was dazugehört.

"Wir haben bereits die innerparteiliche Unterstützung, wollen die Idee heuer im Sommer an die Leute bringen und Anträge für Förderungen bei Stadt und Land einbringen", so der Jungpolitiker. Gegen Ende Juli soll es zu einer ersten offenen Diskussion mit Bürgerbeteiligung vor Ort kommen. Zudem gibt es schon jetzt eine ca. 15-köpfige Arbeitsgruppe, bestehend aus vorwiegend jungen Klagenfurtern, die ihre Ideen und Vorschläge einbringen.

"Der Grundgedanke soll sein, dass der Lendhafen über den Sommer zu einem Ort wird, wo sich die Menschen in entspannter Atmosphäre treffen können. Man soll sich ausruhen, einen Drink genießen, aber auch im Freien arbeiten können", verrät Geier die Pläne. Zudem wolle man die alte Bühne am Lendhafen früher oder später reaktivieren und Künstler auftreten lassen.

Kosten bis zu 60.000 Euro

Orientieren will man sich dabei an ähnlichen Modellen in Wien, Linz oder Graz, die dort auf Beliebtheit stoßen. Konkret soll der "City Beach" ab Mai des nächsten Jahres Realität sein. Der Weg dorthin ist jedoch noch ein langer. Zumindest eine Flächenumwidmung benötigt es, wie zu Beginn angenommen, nicht. "Da es als Erholungsfläche ausgewiesen ist und wir ja ein Gebäude aufbauen, sollte das keine Probleme geben", so Geier.

Das Aufschütten des Sandes sowie die Anschaffung der gesamten Infrastruktur (Theke, WC-Anlagen, Liegestühle, usw.) würde im ersten Jahr zwischen 50.000 und 60.000 Euro kosten. "In den Folgejahren wäre das natürlich günstiger. Es soll sich selbst tragen", so Geier. Auch im Winter soll der Sand am Hafen bleiben. Eine spezielle Folie sowie eine Holzumrahmung sollen dafür sorgen, dass der Sand nicht im Lendkanal landet. "Man kann sich das wie eine große Sandkiste vorstellen. Die Strandatmosphäre in die Stadt zu bringen ist uns ein Anliegen."
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