19.09.2014, 15:25 Uhr

Flugkunst anno 1918

Stolz auf ihr Werk sind Schüler und Lehrer der HTL1-Lastenstraße. Im nächsten Schuljahr geht der Bau des Flugboots weiter (Foto: Arch)

Der originalgetreue Nachbau eines k.u.k. Flugboots geht in die nächste Phase.

ANNABICHL. Walter Krobath präsentierte, zusammen mit der HTL1-Lastenstraße sowie mehreren Projektpartnern aus der Wirtschaft, den Zwischenstand beim Bau eines vor 100 Jahren konstruierten Flugboots der einstigen Marine.

Kärntner Projekt

Im vergangenen Schuljahr arbeiteten die drei Schüler Fabian Hofstätter, Markus Müller und Marius Kleinfercher rund 2.000 Stunden lang an den unteren Tragflächen. Nun übernehmen vier neue Maturaschüler die oberen Pendants. Betreut werden diese wiederum von den Lehrern Stephan Leitner und Dietmar Hauer. "Der Klagenfurter Josef Mickl entwarf das Flugboot im Jahre 1918, Kärntner Schulen und Firmen bauen es nun nach seinen Originalplänen", zeigt sich Initiator Walter Krobath vom Projekt begeistert. Professor Leitner pflichtet ihm bei und freut sich, dass nun "andere HTL's dafür gewonnen werden konnten". Die HTL Villach baut den Rumpf, Wolfsberg die Steuerungselemente und Ferlach Motorträger sowie spezielle Sonderteile.

Später Jungfernflug

Die Beteiligten rechnen mit der Fertigstellung im Jahr 2018, genau 100 Jahre nach der Konstruktion. Dann soll das Flugboot am Wörthersee abheben und im Anschluss bei diversen Luftfahrtshows europaweit ein Stück Kärntner Geschichte präsentieren.

Zur Sache

Walter Krobath rief das Projekt ins Leben. Ein Passagierflugzeug aus der Kaiserzeit, welches er zuvor gebaut hat, steht im Flugmuseum Aviaticum in Wiener Neustadt.

Neben dem Flugboot arbeitet er, gemeinsam mit der Tischlerei Format in der Klagenfurter Flughafenstraße, am Bau eines Luftkissenbootes aus dem Jahr 1915.

Das Flugboot ist ein Projekt mehrerer Schulen und Firmen, die als Sponsoren diverse Teile zur Verfügung stellen. In Auftrag gegeben, würde der Bau rund eine Million Euro kosten - so kostet es nichts.
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