31.01.2018, 10:30 Uhr

Studie zum Thema Vorsorgebewusstsein

Beratung ist wichtig: Rudolf Köberl, Gabriele Semmelrock-Werzer, Manfred Bartalszky, Paul Eiselsberg, Herbert Printschitz (Foto: fritzpress)

Repräsentative IMAS-Studie zum Vorsorgeverhalten und Vorsorgebewusstsein der Kärntner.

KÄRNTEN. Kärntner, die an eine langfristige Zukunft denken geben einen pessimistische Einschätzung ab und blicken der Zukunft mit Skepsis entgegen. "Wenn die Gesellschaft besorgt in die Zukunft schaut ist es nie ein guten Zeichen. Selber etwas dagegen zu tun ist die Devise", sagt Sparkasse-Vorstandsdirektorin Gabriele Semmelrock-Werzer.
Im August und September wurden Personen unterschiedlichen Alter und Geschlecht zur Vorsorge befragt. "Ziel der IMAS-Studie ist es das Bewusstsein und das Verhalten der Österreicher im Hinblick auf die Vorsorge zu erheben", erklärt der Studienautor Paul Eiselberg.


Zukunftsangst durch schnellen Wandel

Der Grund für Zukunftsängste liegt vor allem daran, dass viele den Wandel der Gesellschaft als zu schnell empfinden. "Fortschritte in der Technik, die Nutzung von Smartphones und die Kommunikation über soziale Netzwerke wirken als Teilchenbeschleuniger des Alltaglebens", sagt Eiselberg.
Auch mangelndes Vertrauen in die künftige gestetzliche Pension spielt eine Rolle für die Zukunftsängste der Bevölkerung. Manfred Bartalszky, Vorstandsdirektor  s-Versicherung: "Die Angst besteht darin, dass die Menschen ihren Lebensstandard mit der staatlichen Pension nicht mehr halten können."
Die Kombination aus Zukunftsängsten und dem schnellen gesellschaftlichen Wandel wirkt sich sehr stark auf das Vorsorgebedürfnis der befragten Kärntner aus.

Individuelle Servicenähe

"Wichtig ist es sich rechtzeitig mit dem Thema Vorsorge zu beschäftigen", so Bartalszky. Besonders junge Menschen begegnen dem Thema Vorsorge besonders aufgeschlossen. Durch die Studie wird klar, worum es den Kärntnern beim Thema Vorsorge vor allem geht. "Gesundheit, die finanzielle Vorsorge für die Pension und die Absicherung der Familie haben  Priorität", sagt Bartalszky. Durch die Studie wird bestätigt, dass in der Gesellschaft ein höheres Absicherungsbedürfnis besteht. "Für uns als Lebens- und Bankenversicherer ist dies ein Signal, Produkte und Serviceleistungen den aktuellen Lebensumständen anzupassen und die Nähe zum Kunden noch mehr in Fokus rücken", erklärt der Vorstandsdirektor.

Neun von zehn sorgen vor

Kärntner investieren monatlich 157 Euro in Vorsorge. 89 Prozent geben an, zumindest ein Vorsorgeprodukt zu besitzen. Das Sparbuch, die private Unfallversicherung und die klassische Haushaltsversicherung sind die beliebtesten Vorsorgeprodukte. Nur zwei Prozent gaben an eine Pflegeversicherung zu haben. "Diese Gedanken müssen sich verändern. Ziel ist es mehr Pflegebewusstsein zu schaffen, denn die häusliche Pflege kostet viel Geld", fordert Bartalszky.

Bank ist Ansprechpartner

Durch den ständig schneller werdenden Alltag stellt Beratung eine wichtige Rolle dar. "Gerade die finanzielle Altersvorsorge ist so individuell und vielseitig, dass man sie mit einem Profi gemeinsam planen sollte", meint Gabriele Semmelrock-Werzer. Banken und Versicherungen dienen als Beratungsstellen und bieten konkrete Hilfestellungen an.

Sicherheit geht vor

Beim Anlageverhalten der Kärntner steht Sicherheit vor Rendite. Eine gute Beratung ist den Menschen wichtig. "Diversifikation ist das Allerwichtigste bei der Vorsorge – niemals alles auf eine Karte setzen", sagt Rudolf Köberl, Bereichsleiter Privatkunden in der Kärntner Sparkasse. Laut Köberl ist es das Wichtigste langfristig zu planen.
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