01.02.2012, 04:00 Uhr

Touristiker reagiert auf Kern-Interview

Touristiker Karl Grossmann nimmt Stellung zum WOCHE-Interview mit ÖBB-Chef (Foto: KK)
BAHNoptikum am Wörthersee? – Liest man die jüngsten Wortmeldungen des neuen ÖBB-Chefs Kern über die nicht notwendige Planung einer regionsschonenden Bahntrasse am Wörthersee, so sollte man als Bürger und Touristiker in einer der schönsten Regionen Österreichs besser gleich den Konkurs anmelden und Herrn Kern die Schuld dafür überantworten. Seine Meinung, dass eine erst zu 50 % ausgelastete Bahnlinie am Wörthersee selbst bei Inbetriebnahme der Koralmbahn noch über ausreichende „Restkapazitäten“ verfügen würde, zeugt von Ahnungslosigkeit der zu erwartenden Belastung in der Region Klagenfurt-Wörthersee-Villach. Es grenzt jedoch an Unverfrorenheit und geschäftsschädigendes Verhalten, was dieser Bahnchef von sich gibt, und ich kann ihn nur einladen, sich vor Ort ein Bild – oder besser einen Ton – von der Situation zu manchen. Vielleicht macht sich die Politik auch Gedanken darüber, dass ein zu erwartender Niedergang des Tourismus am Wörthersee zu Umsatzverlusten bis zu 200 Mio. Euro pro Jahr führen kann. Die Folgen für viele begleitende Wirtschaftszweige sind dabei noch gar nicht berechnet!
Leider zeigt sich, dass die Bürger in der Provinz vom fernen Wien und dort agierenden Technoraten im Stich gelassen werden. Tu Felix Austria – aber wir werden uns wehren!

Von Karl Grossmann
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