Babenbergerhalle: Wo Weihnachten rockt – Interview mit Andy Lee Lang

Mit seiner Musik möchte Andy Lee Lang den Menschen Lebensfreude schenken.
  • Mit seiner Musik möchte Andy Lee Lang den Menschen Lebensfreude schenken.
  • hochgeladen von Marion Pertschy

KLOSTERNEUBURG (mp). Seine Großeltern brachten ihn zu Musik, heute ist der österreichische Rock'n'Roll-Musiker Andy Lee Lang nicht nur hierzulande eine Berühmtheit.

Anlässlich seines, fast schon zur Tradition gewordenen, Weihnachtskonzertes am 9. Dezember in der Klosterneuburger Babenbergerhalle verrät der sympathische Wiener im Interview mit den Bezirksblättern Details seiner Karriere, seiner Überzeugungen und seines Privatlebens.

Sie spielen am 9.12. ihre jährliche Christmas-Show. Haben diese Weihnachtskonzerte eine besondere Bedeutung für Sie?
ANDY LEE LANG: Das Thema "Rocking Christmas" habe ich 1993 erfunden - "erfunden", weil ich der erste war, der seine Show so genannt hat. Anlass dafür war, dass ich begeistert von der fetzigen, swingigen Weihnachtszeit in Amerika war. Weihnachten soll ein freudiges Fest sein und dazu gehört auch fröhliche Musik. Mit meinen Konzerten und meiner Musik möchte ich den Menschen Lebensfreude schenken.

Nachdem Elvis Presley, "The King of Rock'n'Roll" eines Ihrer Vorbilder war - Wie fühlt es sich an, als "der österreichische Botschafter des Rock'n'Roll" bezeichnet zu werden?
1994 als ich bei meiner Tournée von Marokko nach China gereist bin, habe ich diesen Beinamen bekommen. Es ist natürlich auch ohne Diplomaten-Kennzeichen schön (auch wenn es manchmal praktisch wäre), so einen Titel "verliehen" zu bekommen. Botschafter zu sein, heißt auch die Möglichkeit zu haben etwas zu bewegen und ich glaube schon, dass ich Leute bewegen kann. Musik verbindet nicht nur verschiedenste Menschen sondern auch Völker. Es freut mich sehr, wenn nach dem Konzert Besucher zu mir kommen und sagen "Danke, Sie haben mir meine Jugend zurückgebracht" oder Besucher extra aus dem Krankenhaus kommen um mich zu sehn.

Ist das Leben als berühmter Musiker, bejubelt zu werden, andere Größen der Musikszene zu treffen so glamourös wie man es sich vorstellt?
Das waren Träume, die ich mir verwirklicht habe. Ich durfte mittlerweile schon mit einigen Größen eine Bühne oder ein Studio teilen und das ist für einen Österreicher eigentlich einzigartig. Vor allem sind die Meisten davon - außer vielleicht Jerry Lee Lewis und Chuck Barry - wirklich sehr liebenswerte Menschen. Ich war für sie immer ein bisschen der Junge und sie waren eher seelig und bewegt, dass jemand ihre Lieder spielt. Ich habe auch schon mit Hansi Hinterseer gespielt und war mit ihm am Traumschiff - er ist wirklich ein toller Mensch. Einmal hat er zu mir gesagt, "Ich weiß, dass ich nicht singen kann. Aber die Fans wollen mich also spiele ich für sie. Du kannst aber dafür wirklich singen." Generell ist es aber sonst meistens in Österreich nicht so freundschaftlich und auf gegenseitiger Hilfe basierend wie etwa in Nashville in den USA. Hier überwiegt der Neid.
2005 hatte ich ein Burnout. Ich bin ein Perfektionist und das ist wirklich schlecht für so ein Geschäft. Seit dem rede ich aber im wahrsten Sinne des Wortes mit meinem Körper sich zu entspannen. Außerdem beruhigt es mich, meine Urlaubsplanungen zu fixieren. Es gibt nicht Schlimmeres als wenn man zu spät geplant hat und dann ist der ganze Terminkalender voll ohne, dass noch Zeit zu verreisen bleibt.

Ihr letztes vorweihnachtliches Konzert geben Sie am 20.12. in der Wiener Stadthalle - bleibt da überhaupt Zeit zur Ruhe zu kommen? Wie verbringen Sie die Festtage?
Nein. Aber diese Tournée ist für mich positiver Stress. Zu Weihnachten fahre ich dann in's Haus meiner Eltern, schalte mein Handy ab und genieße die Zeit - ganz amerikanisch mit Truthahn am Heiligen Abend. Für den Weihnachtsbaum habe ich aus allen Ländern, in denen ich bereits war Weihnachtsschmuck mitgebracht - da ist alles dabei, von Kängurus bis zu einer Elvis-Figur. Mittlerweile habe ich genug Weihnachtsschmuck, um drei Christbäume zu füllen. Was jedes Jahr am Baum hängen darf entscheidet meine Mutter, aber es gibt Anhänger die jedes Jahr d'rauf müssen, wie zum Beispiel der Elvis.

Haben Sie einen persönlichen Bezug zu Klosterneuburg? Was erwartet die Besucher am 9. Dezember?
Vor 15 Jahren bin ich sogar noch mit "Bill Haley's Original Comets" in der Babenbergerhalle aufgetreten. Interessanterweise ist hier das Rock'n'Roll-Publikum sehr stark vertreten und dadurch, dass viele Klosterneuburger eher einer gehobeneren Klasse angehören sind, hat man das Gefühl, dass sie kulturell begeisterter sind. 
Heuer hat die Show ein neues Gesicht, denn sie ist im Vorjahr gefaceliftet worden - ich sage "faceliften" weil ich mich nicht faceliften lasse. Es werden sehr viele neue Lieder aus meinem neuen Album gespielt werden, aber natürlich auch viele Klassiker. Kein Konzert ist gleich. Es gibt ein gewisses Grundkonzept aber ich weiß nie genau was meine Musiker machen. Meine Band und ich gehen auch mal in die Menge, interagieren mit dem Publikum. Es ist schön wenn "Wiederholungstäter", die schon mehrere Shows besucht haben nachher Vergleiche ziehen. Diese Show, die ich unter anderem am 9. Dezember in Klosterneuburg spielen werde, gibt es in der Form allerdings zum allerersten Mal. 

Gewinnspiel

Andy Lee Lang spielt am 9. Dezember 2017 in der Babenbergerhalle mit "Rockin' Christmas 2017 - The Original" auf. Die Bezirksblätter verlosen dafür 3x2 Karten: Schreiben Sie uns unter dem Kennwort "Andy Lee Lang" an klosterneuburg.red@bezirksblaetter.at oder klicken sie auf den Button. 



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