Ecoplus-Unterstützung
Biogest: "Exportkaiser" seit zehn Jahren

Gerald Bartl, Martin Hornhuber, Martin Schlerka, Christian Riel
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KLOSTERNEUBURG (mp). Ecoplus unterstüzt Vorzeigeprojekte überall in Österreich – in Klosterneuburg etwa die Firma Biogest. Die Biogest Enegie- und Wassertechnik GmbH ist ein internationaler Biogasanlagenhersteller mit Hauptsitz in Niederösterreich, genauer gesagt in Klosterneuburg und St. Valentin – und hier wird aus Stallmist Energie und Treibstoff.

100 Prozent verlässlich

Vor über 30 Jahren wurde das Unternehmen als Kläranlagenerrichter gegründet, 2001 wurde das Geschäftsmodell jedoch geändert. Heute produziert das Klosterneuburger Exportunternehmen Biogas im großen Stil. "Der Vorteil an Biogas gegenüber anderen erneuerbaren Energielieferanten ist, dass man sich 100 Prozent darauf verlassen kann und das die Rohstoffe autark geholt werden können", erklärt Christian Riel, Gründungsmitglied, CFO und einer der vier Managing Directors der Firma. Wind ist nicht immer vorhanden, auch die Sonne geht irgendwann unter und Wasser kann austrocknen – auch die "erste Generation" des Biogas, wie Riel sie nennt, hatte in dieser Hinsicht einige Mankos und daher rührt auch ihr ehemals schlechter Ruf. Zur Gewinnung von Biogas wurden Lebensmittel verwendet – Mais oder ähnliche landwirtschaftliche Produkte, die zum Verzehr geeignet gewesen wären. "Wenn man sich entscheiden muss zwischen Essen und Energie, dann doch für das Essen", meint Riel.

Zweite Generation

Biogest stellt in einer neuen Methode und mit ihrer bewährten und platzsparenden PowerRing-Technologie daher "Biogas der zweiten Generation" her. Landwirtschaftliche, organische Reststoffe – also Gülle, Dung, Stroh und ähnliches – werden im sogenannten Fermenter durch Gärung in zwei Stufen zu Wärme und Strom. Zusätzlich kann der Methangehalt des Gases von 50 auf 98 Prozent angereichert und danach ins Erdgasnetz eingespeist werden und wird so zum Treibstoff für Erdgas-betriebene Autos. "Besonders aufgrund des Dieseltod wird nun eine Alternative benötigt. Nachdem Volkswagen und Audi gerade Erdgasautos neu herausgebracht haben hoffen wir das sich da jetzt was tut", erklärt der Gründer. Selbst der Dung aus dem das Biogas gewonnen wurde, kann nach der Gewinnung als hochwertiger Dünger weiterverwertet werden – und das Beste daran ist, er ist nun absolut geruchsfrei.

Zehn Mitbewerber

In Frankreich ist derzeit das größte Projekt der Firmengeschichte im Entstehen. 120 Landwirte sind hier beteiligt. Der geographische Schwerpunkt liegt jedoch in Zentral-, Ost- und Südosteuropa mit Ländern wie Tschechien, Deutschland oder Polen. Expandiert wurde bereits in der Anfangsphase auch nach England. In den USA und Indien ist die Firma zwar vertreten, Riel sieht aber gerade dort und in anderen Teilen Asiens noch enormes Potenzial. "Weltweit gibt es etwa 10 Mitbewerber auf dem Markt, aber keinen mit dem gleich Exportanteil von 100 Prozent", erklärt er. Planung, schlüsselfertige Errichtung, Training der Mitarbeiter und Service – all das bietet die Firma seinen Kunden. "Von Ecoplus haben wir sehr profitiert. Die Unterstützung bei Gründung, Standortsuche, politischer Situation und Auflagen in neuen Ländern ist immer wieder sehr hilfreich", so Riel.

ZUR SACHE:
Gründung: vor über 30 Jahren, neues Management seit 2007
Mitarbeiter: 70
Anlagen in Betrieb: 140, weitere sind in Bau
Vertreten: weltweit in über zehn Ländern
Exportquote: 100 Prozent

Autor:

Marion Pertschy aus Klosterneuburg

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