Helfer retteten 606 Amphibien

Peter Petrich mit Gábor Wichmann, Teresa Travöger, Michael Bamberger, Stefan Schmuckenschlager und den Tierfreunden Lotte und Elie.
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  • Peter Petrich mit Gábor Wichmann, Teresa Travöger, Michael Bamberger, Stefan Schmuckenschlager und den Tierfreunden Lotte und Elie.
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KLOSTERNEUBURG. Um Danke zu sagen und auf die geretteten Tiere anzustoßen lud Biotop-Geschäftsführer Peter Petrich am Donnerstag, 13. April zum Amphibien- und Naturschutzfest. Die Klosterneuburger Firma hat sich mit Leib und Seele dem Natur- und Umweltschutz verschrieben und wird dabei von Mitarbeitern, Straßenmeisterei Tulln und Familien aus der Nachbarschaft unterstützt.

Zaun-Kübel-Anlage rettet Kröten-Leben

Wenn es um die Rettung der Amphibien während der Wanderung im Frühling geht, zeigt Biotop persönlichen Einsatz. Die Swimming-Teiche der Firma sind ein magischer Anziehungspunkt für die aus dem Winterschlaf erwachten Amphibien, die zum Ablaichen kommen. Die Straßenmeisterei Tulln, vertreten durch Michael Bamberger, hat daher eine Zaun-Kübel-Anlage errichtet, damit die Kröten nicht die Straße überqueren können. Dabei fallen die Tiere in die im Boden versenkten Kübel. Die Kinder Lotte und Elie haben gemeinsam mit den Mitarbeitern die Frösche und Kröten mehrmals täglich aus den Kübeln gehoben und sie auf die andere Straßenseite gebracht. Haben die Amphibien in den Teichen abgelaicht, beginnt die Wanderung zurück in den Wald.
Peter Petrich ist stolz, spricht aber von einem Traum: "Dass die Froschzaunanlage zu einer stationären Anlage umgebaut wird."

Auch Kiebitze brauchen Hilfe

Eine Finanzspritze von 5.000 Euro überreichte Peter Petrich an Gábor Wichmann, den Geschäftsführer von BirdLife zur Rettung von Kiebitz-Küken. Dabei werden „Kiebitz-Inseln“ auf feuchten Acker- und Wiesenflächen geschaffen. Diese werden während der Brutzeit nicht bewirtschaftet, sodass die frisch geschlüpften Kiebitze eine Chance haben.
Initiativen, die Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager begrüßt und kommentiert: "Die Leute sagen, ich bin geschleckt und habe immer viel Gel in den Haaren. Ja, weil ich sonst so aussehe wie ein Kiebitz." Besser wie ein Kiebitz als ein Wiedehopf kontert Peter Petrich. "Den muss ich mir erst anschauen", so Eisenschenk.

Zur Sache:

Im Zuge des Biotop-Projekts konnten heuer 606 Kröten, Frösche und Molche gerettet werden. Mit 80 Prozent machen Erdkröten den größten Anteil aus. Highlight sind zwei der besonders gefährdeten Kammmolche. Zu beklagen gab es 34 "Verkehrstote".

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