Kinderbetreuung
Kinder und Beruf unter einen Hut bringen

<f>Neue Räume </f> für den Nachmittag in der Hermannstraße. Bei den Kindern in der Mitte: Direktorin Sabine Maria Geyrhofer.
  • <f>Neue Räume </f> für den Nachmittag in der Hermannstraße. Bei den Kindern in der Mitte: Direktorin Sabine Maria Geyrhofer.
  • Foto: Stadtgemeinde Klosterneuburg/Zibuschka
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KLOSTERNEUBURG. Es ist tatsächlich kein Witz: Wer ganz sicher sein will, dass sein Kind den gewünschten Kinderbetreuungsplatz bekommt, meldet schon vor oder spätestens kurz nach der Geburt in der Kinderkrippe an, bestätigt unter anderem Karl Hava, Vorsitzender der Volkshilfe Klosterneuburg-Tulln, die das Kids & Family-Kinderhaus in Klosterneuburg betreibt.

Lob der Arbeiterkammer

Im Niederösterreich-Vergleich schneidet der Bezirk in puncto Betreuung gut ab – das bestätigt die Frauenabteilung der Arbeiterkammer NÖ (siehe Interview rechts). Ein Knackpunkt ist die Betreuungssituation von Kindern unter drei Jahren. Diese ist wichtig, um vor allem den Müttern den beruflichen Wiedereinstieg zu ermöglichen, denn arbeitsrechtlich abgesichert ist die Karenz nur bis zum zweiten Geburtstag.

Mehr Plätze für die Kleinsten

Gerade für die Kleinsten einen Platz zu finden, ist die größte Herausforderung. Die Wartelisten der Krippen sind lang. Eine weitere Gruppe wäre der Wunsch in Kierling. Das Hilfswerk bildet immer wieder neue Tagesmütter aus, neue Kandidatinnen sind höchst willkommen, betont Fachbereichsleiterin Elisabeth Mayer.

Nachmittags gut versorgt

Bei den größeren Kindern macht sich zusätzlicher Bedarf am Nachmittag bemerkbar. Die Stadt reagiert: In der Klosterneuburger NMS Hermannstraße stehen ab sofort zusätzliche Bereiche für die Nachmittagsbetreuung zur Verfügung. Ein Hortraum sowie ein Spielraum sind hier in der Hermannstraße entstanden. Die Gestaltung der Freiräume für Kinder und die ständige Adaptierung in den Schulen sind ein wichtiger Schlüssel für das optimale Lernen in den Klosterneuburger Schulen, soll aber auch eine entsprechende Entspannung in den lernfreien Zeiten gewährleisten.

Vollzeit arbeiten

Wiederholte Bedarfserhebungen sorgen dafür, dass die Schließzeiten am Nachmittag an die Bedürfnisse der meisten Eltern angepasst werden, die städtischen Einrichtungen haben teils bis 17.30 Uhr geöffnet, betont die zuständige Stadträtin Maria-Theresia Eder.

Zur Sache

Im Bezirk gibt es 72 Betreuunseinrichtungen für insgesamt 3.531 Kinder. Im NÖ-Vergleich wurde das Platzangebot und die Öffnungszeiten (auch im Hinblick auf die Vereinbarkeit mit einer Vollzeitbeschäftigung beider Elternteile) analysiert.
25 Prozent der Unter-Dreijährigen besuchen in Tulln eine Betreuungseinrichtung (NÖ: 23,5 Prozent), 40,4 Prozent aller Betreuungsplätze im Bezirk erlauben eine Vollzeitbeschäftigung beider Elternteile (NÖ: 22,2 Prozent).

Autor:

Angelika Grabler aus Klosterneuburg

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