"Kracht mit Bedacht"

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Zum Jahreswechsel wird es in Österreich wieder heiß her gehen. Zahlreiche Feuerwerkskörper werden am 31.12. schon ab den frühen Abendstunden für ordentlichen Krach sorgen. Bei unsachgemäßer Verwendung von Feuerwerkskörpern kann es aber zu schweren Verletzungen und sogar zu Bränden kommen.

„Raketen und Böller können im schlimmsten Fall einen Brand auslösen. Es ist daher immer wichtig darauf zu achten, dass Feuerwerk bis zur Klasse II gekauft wird. Raketen müssen unbedingt von einer stabilen Abschussvorrichtung abgeschossen werden, um ein Umkippen zu verhindern. Die Rakete sollte dabei nicht auf Häuser, Waldgebiete oder andere riskante Bereiche ausgerichtet werden!“, so Hauptbrandinspektor Christian Brandl, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Pressbaum.

Auch Dr. Serge Weinmann, Bezirksstellenleiter des Purkersdorfer Roten Kreuzes und Notarzt, unterstreicht die Gefährlichkeit von unbedachter Kracherei:

„Es kann schnell passieren, dass im Trubel der Feierlichkeiten Knaller oder Raketen schwere Verletzungen verursachen. Nicht nur Hörschäden sondern auch Verbrennungen oder Verstümmelungen sind möglich und leider keine Seltenheit. So erleiden allein rund 1000 Menschen jährlich schwere Hörschäden aufgrund von Silvesterkrachern!
Zwar gibt es Gesetze, die es verbieten in Menschenansammlungen und in der Nähe von Krankenhäusern und Seniorenheimen Raketen und Böller abzufeuern, doch leider kommt es dennoch immer wieder zu schweren Verletzungen. Diese, oft lebenslangen, Behinderungen wären bei Beachtung von Gesetzen und Sicherheitshinweisen verhinderbar! “, so Dr. Weinmann.

Sollte es zu einem Unfall oder einem Brand kommen, ist auf alle Fälle der Notruf zu wählen. Im Brandfall ist die Feuerwehr unter 122 zu verständigen, bei Verletzung ist die Rettung unter 144 zu alarmieren. Erste-Hilfe-Ausstattung und ein Feuerlöscher sollten grundsätzlich immer verfügbar sein.

Link-Tipps:
www.ff-pressbaum.at
www.roteskreuz.at/purkersdorf
www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20006629 (Pyrotechnikgesetz IdgF 2010)

Werden größere Mengen von Pyrotechnik unsachgemäß transportiert oder gelagert, so kann es auch zu einer spontanen Selbstentzündung mit Kettenreaktion kommen.

Brandverhütung ist lebenswichtig:

Laut Informationen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (Fachbereich Eigentum & Feuer) entfällt etwa die Hälfte aller Brände in Österreich auf den privaten Bereich.

Durchschnittlich 30 bis 40 Menschen sterben pro Jahr bei Bränden in den eigenen vier Wänden. Meistens werden sie im Schlaf von den Flammen überrascht und haben deshalb keine Chance, rechtzeitig zu entkommen. Besonders tückisch sind Schwelbrände, die sich stundenlang an versteckten Stellen entwickeln und erst erkannt werden, wenn es fast schon zu spät ist.

Die drei großen Brandauslöser im Wohnbereich sind:

• Wärmeenergie – Heizgeräte, Brennöfen, Bügeleisen …
• Offenes Feuer und Licht – Zigaretten, Kerzen, Duftlampen …
• Elektrizität – Kabelbrand, Beleuchtungen, Schaltkästen …

Von den jährlich 30 bis 40 Toten durch Wohnungsbrände in Österreich sterben zwischen 80 und 90 Prozent an Rauchgasvergiftung. Besonders gefährlich sind Rauchgase während des Schlafes, da man unbemerkt das Bewusstsein verliert. Ein Rauchmelder hilft, Brände bzw. Rauchentwicklung frühzeitig zu erkennen und die betroffenen Personen rechtzeitig durch einen schrillen Ton zu warnen.

Autor:

Angelika Grabler aus Klosterneuburg

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