Werke August Wallas im museum.gugging

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MARIA GUGGING (zip). Da hätte August Walla gestaunt, dass Landeshauptmann Erwin Pröll und außerordentlich viele Besucher ihm zu Ehren zur Ausstellung „August Walla – Weltallende“ erschienen waren. Zu dem üblichen Zuhörerraum bei der Eröffnung einer Ausstellung, widmete man noch einen gleich großen zweiten Raum dazu und beide Räume waren dicht besetzt.
Nina Katschnig begrüßte Gäste, dabei speziell die Sponsoren Helmut Zambo und Franz Wohlfahrt. Johann Feilacher stellte die von ihm über mehrere Jahre recherchierten und geschriebenen Bücher über den berühmten Künstler vor. LH Erwin Pröll bezeugte in aller Deutlichkeit, dass ihm die Kunst in Niederösterreich ein spezielles Anliegen sei und diese auch von der Landesregierung gesponsert werde.

Ein Mamasöhnchen?
August Walla wurde 1936 geboren und lebte mit seiner Mutter fast lebenslang zusammen. Seine Mutter kleidete ihn in den Jahren des Nationalsozialismus als Mädchen, damit er sich später den Kriegsdienst ersparte. Während der russischen Besetzung in Klosterneuburg, nach 1945, kleidete ihn die Mutter entsprechend als Bub. Diese Identitätsbrüche beschäftigten ihn lebenslang. Immer wieder kommen in seinen Zeichnungen das umgedrehte Hakenkreuz und Hammer und Sichel vor.
Mutter und Sohn Walla waren im bürgerlichen Klosterneuburg stadtbekannte Außenseiter. Sie wohnten in einer kleinen Wohnung, dann im Siechenheim, später in einer Hütte in der Au und anschließend in der damals noch bestehenden Kaserne, bis der Primarius der Heil- und Pflegeanstalt Gugging, Leo Navratil, beide 1986 einlud, in das Haus der Künstler einzuziehen.

Erfolge als Künstler
Seit 1970 wurden die Arbeiten Wallas in Europa, Amerika und Japan ausgestellt, teils in Gruppen-, teils in Einzelausstellungen. Als Walla 2001 starb, hinterließ er ca. 3000 Zeichnungen und 100 große bemalte Leinwände, Kieselsteine, Pralinenschachteln, Häuserwände, Möbel, Bäume, Straßen und Sperrmüll. Ein Teil der Werke ist noch bis 28. Oktober zu sehen.

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