07.11.2017, 09:00 Uhr

Atlas: So besiegt unsere Stadtgemeinde den Herztod

Martin Klöbl der FF Maria Gugging präsentiert deren Gerät.

In der Stadtgemeinde Klosterneuburg retten immer mehr Defibrillatoren im Ernstfall Leben. Wir zeigen wo.

KLOSTERNEUBURG (mp). Wenn ein Mensch einen Herzanfall erleidet, werden die Minuten bis zum Eintreffen der Rettung zur Ewigkeit. Defibrillatoren können in solchen Situationen Leben retten.

Netzdichte immer größer

"Die Defibrillatoren in der Stadtgemeinde werden immer mehr und die Netzdichte immer größer", ist Thomas Wordie, Bezirksstellenleiter des Roten Kreuz Klosterneuburg, erfreut. Neun Geräte sind derzeit in der Stadtgemeinde und insgesamt 52 im gesamten Bezirk Tulln in der Landkarte des Definetzwerk Österreich verzeichnet. Tatsächlich gibt es jedoch schon weit mehr der rettenden Geräte in Klosterneuburg. "Wir unterscheiden zwischen Defis, die 24 Stunden erreichbar sind, wie jene, die jetzt in den Foyers der Raiffeisenbanken hängen, und solchen Defis, die nur während bestimmten Öffnungszeiten zugänglich sind, wie der im Rathaus", so Wordie.

Banken ideale Standorte

Angebracht in Schulen, bei Feuerwehren und anderen Einrichtungen stehen die Geräte für den Ernstfall bereit. Gerade Banken sind die idealen Standorte, da sie kameragesichert sind und somit ein Missbrauch verhindert werden kann, weiß der Bezirksstellenleiter des Roten Kreuz. "Erste Hilfe mit dem Defi ist einfach und nichts wovor man sich fürchten muss. Das sind alles Laiengeräte, die genaue Anweisungen geben und auch die Leitstelle leistet telefonisch Hilfe. Außerdem ist der Defi sicherer als jeder Arzt, denn die Geräte sind mit den neuesten Vergleichs-EKGs ausgestattet, die die Impulse des Herzens vergleichen und nur bei Kammerflimmern einen Elektroschock abgeben", erklärt er weiter.

Alarmierung aufs Handy

"Unser Defi ist offen, damit er im Ernstfall zugänglich ist", meint Hemma Poledna, Schulleiterin des BG/BRG Klosterneuburg. "Gebraucht haben wir ihn Gott sei Dank noch nie." Auch die Freiwillige Feuerwehr Maria Gugging musste ihr Gerät noch nie zum Einsatz bringen. "Wir sind hier aber drei 'First Responder', das heißt wir bekommen bei einem Notruf über 144 die Alarmierung aufs Handy, damit wir schneller dort sind, wo unsere Hilfe gebraucht wird", erklärt Kommandant-Stv. und BI Martin Klöbl.

Schnelle Reaktion

"Ein Defi ist eines der Mittel, die am ehesten zu Erfolg führen", weiß Christian Gröschl, Bezirksstellengeschäftsführer des Roten Kreuz. "Erste Hilfe ist ein wesentlicher Faktor in der Rettungskette. Wir sind zwar für solche Notfälle ausgebildet und top ausgerüstet, aber wenn keine Erste Hilfe geleistet wird, kommen wir immer zu spät", betont Wordie die Wichtigkeit schnell zu reagieren. Erst im Sommer erlitt am Tennisplatz beim Happyland ein Spieler einen Atem-Kreislaufstillstand. Durch die sofortige Wiederbelebung mittels Herzrhythmusmassage und dem dortigen Defi hat der Mann überlebt.




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