13.03.2017, 15:11 Uhr

"Holzhermann" wurde mit 65 zum "Jungunternehmer"

Mit einem Test hält Hermann Himmelbauer Gäste zum Narren. (Foto: Talkner)

Hermann Himmelbauer liebt das Holz. So sehr, dass er am Tag seiner Pensionierung das Handwerksgewerbe angemeldet hat.

KLOSTERNEUBURG (bt). "Bevor Gäste eintreten dürfen, müssen sie einen Test bestehen", begrüßt Hermann Himmelbauer die Bezirksblätter in seiner Werkstätte. Schon hält "Holzhermann" zwei Stäbe in der Hand. Steht er auf beiden Beinen, tut sich nichts, steht er nur auf einem Bein, dreht sich ein kleiner Propeller. "Die Energie muss jetzt hier abfließen", sagt Himmelbauer. Das ist natürlich Blödsinn. Wir kommen dem Rätsel zwar nicht auf die Schliche, doch eintreten dürfen wir dann trotzdem.

73-jähriger Jungunternehmer

In ein mittelalterliches Kellergewölbe in der Klosterneuburger Martinstraße, ausgestattet mit präzisen Maschinen. "Am Tag meiner Pensionierung mit 65 habe ich mein Handwerksgewerbe angemeldet und bin sozusagen Jungunternehmer", lacht der heute 73-Jährige, der auch einen Arbeiter namens Josef beschäftigt. "Und die Liebe zum Holz wächst immer noch. So sehr, dass ich mir sogar einen kleinen Wald gekauft habe, den ich mit Begeisterung, viel Mühe und Schweiß pflege", erzählt Himmelbauer.

Kreativität kennt keine Grenzen

"Ich habe ein Patent auf zerlegbare Skiständer." Diese vertreibt das geschickte Duo im Winter bis in die Schweiz. Im Frühling finden Bienenkästen großen Absatz bei Imkern. Auch Spielzeug aus Holz entsteht im Kellergewölbe. Kaum erzählt, ziehen "Holzhermann" und Josef eine Schildkröte und einen Frosch hinter sich her. Besonders auf Märkten sind solche Spielereien der Renner. Und genau das ist es, was Hermann Himmelbauer glücklich macht - die Anerkennung für ganz besondere Stücke aus Holz.

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