24.08.2016, 00:00 Uhr

Leichte Entwarnung bei Einbruch-Coups im Sachsenviertel

Bei Martina Vesely und ihrem Nachbar wurde der Zaun von den Tätern durchgeschnitten. (Foto: privat)
KLOSTERNEUBURG. Die Urlaubszeit ist bereits angebrochen und Klosterneuburg wird unsicher. In den letzten Wochen gab es vor allem im Sachsenviertel einige Vorfälle von Einbrüchen. Die einzige Ungereimtheit: Nichts wurde gestohlen.

In Angst und Schrecken

"Wir haben nicht nur davon gehört, sondern die waren auch selbst bei uns, bei meiner Mutter und bei den Nachbarn. Meine Mutter hat sogar einen gesehen, aber leider im Finstern nichts Markantes erkannt", erzählt Martina Vesely und fährt fort: "Ich selbst habe nur Stimmen gehört mir war klar, dass es nicht nur einer war." Die Personen waren bei Martina Vesely im "Kammerl" unter dem Carport, aber auch in der Gartenhütte, "das einzig komische war, dass sie nichts gestohlen haben." Die Betroffenen haben sofort die Polizei verständigt. "In die Hütte wollten wir nicht alleine rein schauen, hätte ja sein können, dass da noch jemand drinnen war. Dann haben wir gesehen, dass bei uns und bei den Nachbarn ein Loch im Zaun war."
Auch Edmund Maier statteten die Personen einen Besuch ab, so erzählt er: "Meine Frau wurde in der Nacht munter und meinte da ist wer. Als ich aufgestanden bin und beim Fenster runter geschaut habe, habe ich gesehen wie jemand bei den Fenstern im Erdgeschoß war, aber sie haben mich gesehen und waren auf einmal weg. Es war finster, leider konnte ich nichts Genaues erkennen."

Vorsichtig bleiben

Von Seiten der Polizei Klosterneuburg kann leichte Entwarnung gegeben werden: "Es wurden bereits zwei Täter festgenommen, die aufgrund der DNA-Spuren in den Häusern und Gärten als Tätergruppe in Frage kommen. Sie sind zwischen 20 und 30 Jahre alt", erklärt Polizeikommandant Georg Wallner. Doch sie haben nicht immer nichts gestohlen, denn Schmuck, Handys und andere leicht zu transportierende Elektrogeräte wie Receiver wurden gefunden. "Die Täter waren nicht nur im Sachsenviertel tätig, sondern auch in Alland, Alt- und Neulengbach. Die Gründe dahinter sind noch undurchsichtig", so Wallner. Allerdings könne man nicht ausschließen, ob es nicht noch eine andere, noch nicht gefasste Tätergruppen gäbe. Aus diesem Grund trifft die Dienststelle Vorkehrungen: "Es sind im Gebiet vermehrt Streifen unterwegs, aber auch Kriminalbeamte in Zivilfahrzeugen", erklärt der Kommandant.

Zur Sache

Tipps um sich vor einem Einbruch zu schützen:
- Anschaffung einer Alarmanlage
- Nachbarschaftshilfe durch gegenseitiges Informieren
- Häuser und Wohnungen dürfen nicht unbewohnt wirken
- Polizei informieren bei Auffälligkeiten
- Bei Abwesenheit: Fenster schließen und gut zusperren; Licht aufdrehen, TV einschalten (nicht abwesend erscheinen)
- Ist jemand im Haus: Polizei alamieren, laut verhalten, laut sprechen, Licht aufdrehen
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