19.10.2017, 12:51 Uhr

Museum Kierling – weltweit größte Allmayer-Scherenschnittsammlung

Bildvitrine „Landleben“ mit dem bekanntesten Scherenschnitt von Josefine Allmayer; „Die Wäscherin“. (Foto: Museum Kierling)
KIERLING (pa). Wer es bis jetzt nicht wusste, der konnte es bei der heurigen Scherenschnitt-Jahresausstellung „Kunst mit Papier und Schere“ erfahren. Das Kierlinger Museum erfasste sofort nach seiner Gründung 1986/87 die Gelegenheit, sich intensiv mit der Kunst der in Kierling geborenen Josefine und ihrem Vater Hans Allmayer zu beschäftigen.

"Ein Leben für den Scherenschnitt"

Nach dem 2. Weltkrieg drohte diese Kunstart in Vergessenheit zu geraten und mit ihr bedeutende Künstler wie die „Allmayers“. Mit beispielloser Intensität begannen die damaligen Museumsverantwortlichen die Biografien von Josefine und Hans Allmayer aufzuarbeiten, Werke anzukaufen und 1988 das erste Buch „Josefine Allmayer - Ein Leben für den Scherenschnitt“ im Eigenverlag zu editieren. 
Im Jahre 1998 konnte das Museum von Anna, der jüngsten Schwester Josefines, den künstlerischen Nachlass erwerben, womit das Kierlinger Museum in den Besitz von über 1.400 Scherenschnitten, ca. 4.500 Skizzen, Studien und Entwürfen dazu sowie 500 Druckwerken mit Abbildungen ihrer Scherenschnitte kam.

Chinesische Scherenschnitte

Insgesamt sind vom Museum sieben Druckwerke über den Scherenschnitt erschienen und 13 Ausstellungen kuratiert worden. Davon etliche im Museum selbst sowie die Jahresausstellung 2002 im Klosterneuburger Stiftsmuseum und 2007 bzw. 2011 drei Ausstellungen in China. Dabei wurde auch der Grundstock einer der größten chinesischen Scherenschnittsammlungen in Österreich gelegt.
Die Bedeutung dieser Sammlung wird dadurch unterstrichen, dass die letzten drei Botschafter Chinas in Österreich diese Ausstellung besuchten.

Jahresausstellung

Anlässlich der Eröffnung des Museums in Kierling vor 30 Jahren hat dieses, im Bewusstsein der Einmaligkeit seiner Sammlung in Österreich, die Ausstellung „Kunst mit Papier und Schere“ als Jahresausstellung gestaltet. Sie kann nur noch am Freitag den 27. Oktober von 18-20 Uhr und Sonntag den 29. Oktober von 10-12Uhr besichtigt werden, wobei am Sonntag die Finissage in Form einer Matinee von 10-11 Uhr gestaltet wird.


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