05.10.2017, 09:47 Uhr

Treffen der Wirtschafts-Löwinnen

FIW-Bezirksvertreterin Franziska Fuchs mit „ihren“ Damen beim Unternehmerinnenforum in Klosterneuburg.
KLOSTERNEUBURG (mp). "Alle Frauen hier können mit ihrem Unternehmen an die Spitze gelangen - vielleicht nicht sofort, aber schön langsam - wie die Oper Carmen, die war auch nicht gleich ein Welterfolg", meinte Landesvorsitzende KommR Waltraud Rigler in ihren begrüßenden Worten. 480 Firmenchefinnen aus ganz Niederösterreich, darunter 24-Power-Frauen aus Klosterneuburg und ein paar vereinzelte Hähne im Korb nahmen am diesjährigen Unternehmerinnenforum der Wirtschaftskammer Niederösterreich in der Klosterneuburger Babenbergerhalle teil.

Motto: "Durchboxen bis zur (Welt-)Spitze"

Neben musikalische Klavierstücke der Oper Carmen, begleitete die österreichische Moderatorin, Schauspielerin und Kabarettistin Verena Scheitz mit Witz und Charme durch den Abend. Nach der Verleihung der Zertifikate an die Absolventinnen des Frau in der Wirtschaft-Führungslehrgangs 2017, erzählte die Boxweltmeisterin Nicole Wesner über ihren rasanten Aufstieg zur Weltspitze. Das Boxen war für sie "Liebe auf den ersten Schlag". Trotz ihres recht späten Starts im Alter von 32 Jahren schaffte sie es sich innerhalb von 5 Jahren - von 2009 bis 2014  - den Weltmeister-Titel zu erkämpfen. Die Quintessenzen um dies zu erreichen waren Fokus, gepaart mit einer Leidenschaft für die Boxsportart und die Visualisierung ihres Ziels. "Ich hatte meinen Kampf schon gewonnen bevor ich überhaupt gekämpft habe", meinte sie dazu. "Die Energie-Vampire, die mir einreden wollten, dass das nicht funktioniert, was ich mir vorgenommen habe, waren für mich nur wie ein Rauschen im Wald", so Wesner. Ihre Erfahrungen und Weisheiten, sind ebenso auf den "Kampf" der Unternehmerinnen, in einer mittlerweile immer weniger stark von Männern dominierten Wirtschaft umzulegen.

Die Wichtigkeit von Optimismus

Das es dafür notwendig ist, sich erreichbare Ziele zu stecken und mit einem Optimismus an Dinge heranzugehen, konnten auch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Präsidentin KommR Sonja Zwazl bestätigen. "Man muss eine Etappe nach der anderen nehmen", weiß Mikl-Leitner, "Die Leute, die mich kennen, wissen, dass ich ein Optimist bin und wenn ich einmal nicht mehr optimistisch sein kann, dann geh ich einfach mit der Sonja auf ein Glaserl und dann geht's wieder", lacht sie. Auch der "Quotenmann", wie er bezeichnet wurde, Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, Harald Mahrer kam an dem Abend zu Wort und unterstützte in seiner Rede die Ansicht, dass es auch mehr Frauen in sonst so typischen Männerberufen braucht und meinte zu einer Darlegung der Landeshauptfrau, "Wie Johanna Mikl-Leitner bereits erwähnte beweist die Empirie, dass Betriebe, in denen Frauen Spitzenpositionen besetzen nachhaltiger und langfristiger... langfristig erfolgreicher agieren."

Rahmenprogramm

Vor dem Hauptteil der Veranstaltung wurden von der Wirtschaftskammer auch drei verschiedene Workshops für die Unternehmerinnen angeboten, die bei den Teilnehmerinnen großen Anklang fanden. "Man nimmt immer etwas mit. Nichts ist umsonst", war die Teilnehmerin Ursula Gräfin von Merveldt überzeugt - ein Wort das für die gesamte Veranstaltung gelten konnte.
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