17.10.2014, 14:15 Uhr

Überraschungsbesuch: Die Walz führte zwei Burschen nach Klosterneuburg

Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager mit den Handwerksgesellen aus Fulda. Der traditionelle Stock wird „Stenz“ genannt. (Foto: Stadtgemeinde Klosterneuburg)

Tischler Edgar und Zimmermann Tom halten die Tradition der Wanderjahre aufrecht. Von Fulda führt sie ihre Reise durch halb Europa, mit Stenz und Hut klopften sie auch an die Rathaustür.

KLOSTERNEUBURG (red). Die beiden deutschen Handwerksgesellen überraschten das Bürgermeisteramt in traditioneller schwarzer Kluft samt Schlaghosen und gewundenem Wanderstock, dem „Stenz“. Dieser wurde vor Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager energisch auf den Boden gestampft, dann gab’s ein Bittgesuch der Beiden in Form eines Gedichts. Nach erneutem Stampfen ging die Reise auch schon weiter, in den Taschen eine kleine Unterstützung des Bürgermeisters.
Der „Fremde Freiheitsbruder“ Edgar, ein Tischler, und der „Freireisend Fremde Zimmermann“ Tom halten mit ihrer Walz eine Tradition hoch, die bis ins Spätmittelalter zurückgeht. Hierzulande ist die Gesellen-Wanderschaft nicht mehr sehr verbreitet, allerdings feierte man bis vor ein paar Jahr- zehnten in Klosterneuburg noch das „Gautsch-Fest“. Dabei tauchte man Lehrlinge, die „freigespro- chen“ und damit in den Kreis der Meister und Gesellen aufgenommen wurden, auf dem Rathaus- platz in einem großen Wasserbottich mehrmals unter.
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