13.12.2017, 12:48 Uhr

Was Pendler im Bezirk brauchen

Noch war der Fahrplanaushang hinter Wahida und Zsanko leer, seit Sonntag füllen ihn jedoch die neuen Zugzeiten.

Der ÖBB-Fahrplanwechsel bringt zahlreiche Verbesserungen für die Stadtgemeinde Klosterneuburg. Eine Bestandsaufnahme.

KLOSTERNEUBURG (mp). Niederösterreich ist das Land der Pendler. Aktuell werden jährlich 30 Millionen Bahn- und 51 Millionen Buskilometer angeboten. Und jährlich werden es mehr. Auch im Bezirk Tulln steigt das Angebot im Öffi Verkehr. Wir haben Pendler in der Stadtgemeinde gefragt, wie zufrieden sie mit der Verbindung sind - und was sie sich vom „Öffi-Christkind“ wünschen würden.

Moderner und öfter

„Heute werden jährlich 30 Millionen Zug- und 51 Millionen Buskilometer in Niederösterreich zurückgelegt. Das ist eine Steigerung von über 3 Millionen Zugkilometern alleine in den vergangenen zwei Jahren", informieren Verkehrslandesrat Karl Wilfing und LAbg. Christoph Kaufmann. Die Antwort auf diese gesteiegerte Öffi-Nutzung war seitens des Landes NÖ das im Septmeber vorgestellte Mobilitätspaket, das Investitionen in Bahnhöfe und Haltestellen, den Ausbau des Park and Ride-Angebotes und die Modernisierung diverser Bahnstrecken vorsieht. Neben einer Modernisierung der Bahnhöfe Klosterneuburg-Weidling und Kritzendorf bedeutet das für Klosterneuburg konkret etwa die Verdoppelung des Schnellbahn-Angebotes zwischen Wien Franz-Josefs-Bahnhof und Kritzendorf auf vier Züge pro Stunde zu starken Zeiten und einen durchgehenden Halbstundentakt an Sonn- und Feiertagen auf der Strecke Wien FJ-Bhf – Tulln Stadt. Zusätzlich ist auf Bemühen des Gemeinderats die Anpassung des Busfahrplans in der Stadtgemeinde bereits beschlossen und derzeit in Umsetzung.

Entlastung für Pendler

„Niederösterreich investiert offensiv in den Öffentlichen Verkehr und das merkt man auch in Tulln, wo insgesamt bis 2030 rund 30 Mio. Euro investiert werden. Damit werden die Pendlerinnen und Pendler entlastet und die Öffis entsprechend attraktiviert. Heute werden bei uns im Bezirk über 2.7 Mio. Zugkilometer und 3.3 Mio. Buskilometer angeboten“, stellt Kaufmann fest. Die angesprochene Entlastung sieht Monika Mühringer allerdings nicht. Sie kritisiert die damalige Abschaffung der Schnellzüge bis nach St. Andrä-Wördern. "Für das arbeitende Volk sind die Änderungen nicht wirklich hilfreich. Lieber wäre mir ein halbstündiger Takt, dafür sollen die Züge überall stehenbleiben", ist sie der Meinung - Dazu noch ein Viertelstunden-Takt wäre traumhaft für sie. Obwohl der Viertelstunden-Takt auch für sie persönlich keine großartige Verbesserung bringt, ist die Klosterneuburgerin Karin Trenkwitz ansich sehr zufrieden mit dem Öffi-Angebot. "Für mich ist die Doppelung Bus und Bahn wirklich sehr gut", erklärt sie. Viktoria Zsanko und Mujkic Wahida, die ebenso das Bahnangebot in Anspruch nehmen müssen, finden daran nichts auszusetzen: "Wir sind sehr zufrieden damit", meinen die beiden zum Angebot und der Fahrplanumstellung mit Sonntag, den 10.Dezember.


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