24.09.2014, 00:00 Uhr

Vision für neuen Stadtteil gesucht

Das Kasernenareal gestaltet sich L-förmig, wobei die Donaustraße und die Magdeburgstraße die Längsseiten bilden. (Foto: Radu Cioplea)

Morgen fällt der Startschuss zur Neuplanung des Kasernenareals. Mitreden ist ausdrücklich erwünscht.

KLOSTERNEUBURG (cog). Im nächsten Jahr will der Bund die Magdeburgkaserne loswerden. Will die Stadtgemeinde von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen, so muss sie einen öffentlichen Bedarf glaubhaft anmelden.

Wer kauft was

"Alle anderen Flächen werden in einem transparenten Verkaufsverfahren öffentlich feilgeboten und an den Meistbieter verkauft", erklärt Alexandra Tryfoniuk von der Immobilienverwertungsgesellschaft SIVBEG, die für die Abwicklung von Kasernenverkäufen geschaffen wurde. Eine Verkaufsgarantie, wie es zuletzt Klosterneuburgs Grüne gefordert haben, könne man allein aus rechtlichen Gründen nicht abgeben. Nichtsdestoweniger: Der Planungsprozess in der Babenberger Stadt ist angelaufen, diese historische Chance zur Entwicklung eines neuen Stadtteils könne und wolle man nicht verstreichen lassen, so der politische Tenor.

Wer plant was

Eine wesentliche Rolle bei der Planung sollen die BürgerInnen der Stadt spielen. Der Startschuss dafür fällt morgen, Donnerstag, mit einem Kasernenspaziergang und anschließendem Ideenworkshop (Bericht dazu: Startschuss für zwei visionäre Monate). Dabei werden Bedürfnisse und Meinungen, aber auch Erfahrungen und lokales Wissen der Interessierten gesammelt.
Aus dem Output soll in Zusammenarbeit mit der Politik eine Vision für die zukünftige Nutzung des Areals formuliert werden. Im nächsten Schritt startet das Planungsteam, dessen Ergebnisse wiederum in einer Feedbackphase mit der Bevölkerung diskutiert werden sollen. Im letzten Schritt, der Präsentationsphase, wird dann der Öffentlichkeit das beschlossene städtebauliche Leitbild vorgestellt.
Die fachliche Bearbeitung in den Workshops wird durch drei Planer, zwei Stadtplaner und einen Landschaftsplaner, erfolgen. Die Auswahl des Planungsteams resultiert aus einem offenen Bewerbungsverfahren.

Wem gehört was

Der Großteil des gewünschten neuen Stadtteils (9,1 ha) liegt im Eigentum des Bundes, die übrigen 3,3 ha sind Eigentum des Chorherrenstifts. Die Erschließung des Areals ist derzeit ausschließlich über die Grundstücke des Stifts möglich (Hochwasserdamm zur Donaustraße).


BETEILIGEN SIE SICH
Kasernenspaziergang: Lernen Sie das Areal der Magdeburg-Kaserne bei einem ca. einstündigen, geführten Rundgang in Kleingruppen am Donnerstag, 25. September 2014 von 17 bis 18 Uhr kennen. (Anmeldung: 02243/444-257 oder kaserne@klosterneuburg.at)
Ideenworkshop: Entwickeln Sie gemeinsam erste Ideen für die zukünftige Nutzung des Areals der Magdeburg-Kaserne beim Ideenworkshop am Donnerstag, 25. September 2014 von 18.30 bis ca. 21 Uhr. (Anmeldung: 02243/444-257 oder kaserne@klosterneuburg.at)
Ideenpostkarte: Auf extra gestalteten Ideenpostkarten können KlosterneuburgerInnen kundtun, welche neuen Nutzungen Sie sich auf dem heutigen Kasernen-Areal vorstellen können. Wer es weniger plakativ mag, kann seine Vorstellungen auch per E-Mail an kaserne@klosterneuburg.at mitteilen. (Einsendeschluss ist der 30. September)
1
0
Lesen Sie auch die Bildkommentare zum Beitrag
3 Kommentareausblenden
1.257
Anton Gsandtner aus Tulln | 24.09.2014 | 10:55   Melden
5.343
Cornelia Grobner aus Klosterneuburg | 25.09.2014 | 10:48   Melden
1.257
Anton Gsandtner aus Tulln | 25.09.2014 | 12:58   Melden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.