Fahrverbot
Bisamberg für Ausflügler "gesperrt"

Ab der Vogelsanggasse ist die Bergstraße für den Autoverkehr gesperrt.
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  • Ab der Vogelsanggasse ist die Bergstraße für den Autoverkehr gesperrt.
  • Foto: Google Maps
  • hochgeladen von Sandra Schütz

Weil es am vergangenen, fast schon sommerlich warmen Wochenende einen regelrechten Menschenauflauf am Bisamberg, genauer gesagt beim Parkplatz "Gamshöhe" gegeben hat, hat die Marktgemeinde Bisamberg die Zufahrt über die Bergstraße kurzer Hand für den Autoverkehr gesperrt – nur noch die Anrainer dürfen zufahren.

BEZIRK KORNEUBURG | BISAMBERG. "Es kann doch nicht sein, dass ich als Bisamberger nicht mehr auf den Bisamberg hinauf fahren darf", ist ein Bewohner der Marktgemeinde verärgert. Der Grund: Seit Kurzem kann man mit dem Auto nicht mehr über die Bergstraße bis zum Gamshöhen-Parkplatz zufahren, um dort dann einen "Spaziergang im Wald" zu unternehmen, "wie es ja sogar der Bundeskanzler empfohlen hat". Und in der Tat, auf Nachfrage bei Bürgermeister Günter Trettenhahn erfahren wir: "Am Wochenende war dort oben ein derartiger Massenauflauf, dass es für uns keine andere Möglichkeit gab, als den Weg dort hinauf für den Autoverkehr zu sperren."

So stellt sich derzeit dem Autofahrer auf der Bergstraße ab der Vogelsanggasse ein Scherengitter samt entsprechendem Fahrverbot in den Weg. "Eigentlich widerstrebt es mir total, hier Sperren und Verbote auszusprechen. Da aber die Einssicht vieler Ausflügler zu wünschen übrig lässt, haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen. Schließlich kann man ja von der Polizei nicht verlangen, den Parkplatz zu überwachen", erklärt der Orts-Chef.

Mit dem Auto bis ganz nach oben kommen ab sofort bis auf Widerruf nur noch die Pächter des Gasthauses Gamshöhe sowie etwa die Anrainer der Unteren Innerthalen. Wer den Bisamberg sonst zum Spazieren nutzen will, muss zu Fuß hinauf. "Sobald die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gelockert werden, wird die Sperre sofort wieder verschwinden", verspricht Trettenhahn.

Nicht alle haben Verständnis

Nicht jeder hat für die vorsorgliche Maßnahme der Marktgemeinde Verständnis. "Nur, weil es manche am so warmen Wochenende übertrieben haben oder sich dem Ernst der Lage noch nicht so bewusst waren, müssen jetzt alle darunter leiden", fragt sich ein Bisamberger. Und eine Bisambergerin kritisiert: "Der Berg ist so groß, wer dort oben spazieren geht, kann anderen gut ausweichen. Das man uns jetzt die Möglichkeit dazu genommen hat, verstehe ich nicht." Und verärgert fügt sie hinzu: "Nicht jeder sitzt in einem tollen Haus samt Garten und kann die Zeit zu Hause unbeschwert genießen. Ich wohne in einer kleinen Wohnung ohne Balkon oder Garten. Es ist gemütlich, bei mir zu Hause, aber ich kann nur hinaus, wenn ich auf die Straße gehe. Ein Spaziergang am Bisamberg alle paar Tage, bei dem ich übrigens meist fast alleine war, hat mich bisher durchhalten lassen."

Ab der Vogelsanggasse ist die Bergstraße für den Autoverkehr gesperrt.
Auf die "Gamshöhe" kommt man derzeit nur zu Fuß.
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