Die Generationendisco

Nach dem einzigen Heurigen sperrt jetzt auch die Disco zu.
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Niederrußbachs Fiakerstadl, besser bekannt unter „Pedas Disco“, sperrt zu

Gemunkelt wurde ja schon lange, doch jetzt ist es gewiss. Die wahrscheinlich bekannteste Disco Niederösterreichs schließt endgültig ihre Pforte. Mit einer letzten „Schlagernacht“ am 24. April wird das Ende einer Ära zelebriert

Es ist eigentlich unglaublich, aber wenn man in Wien oder sonst wo im weiteren Umkreis erklären will, wo man lebt, genügt (zumindest in einer gewissen Altersgruppe) der Hinweis auf „Pedas Disco“ und fast jeder weis Bescheid. „Niederrußbach? sollte ich das kennen? - Pedas Disco, na klar, das ist doch da gleich nach Stockerau“ - ein immer wieder gehörter Ausspruch.

Seit 1970 „der“ Treffpunkt
Was 1970 mit dem ersten DJ Josef Rabl ganz klein, mit knapp zehn Langspielplatten und einem Plattenspieler begann, entwickelte sich binnen kürzester Zeit zum Treffpunkt Tanzbegeisterter aus den umliegenden Bezirken und Wien. Ganz am Anfang als zweiter DJ mit dabei war auch Straßenmeister Franz Baum. „Peter Stumwöhrer hat einfach die Zeichen der Zeit erkannt und mit seinem rustikalen und urgemütlichen Tanzlokal die Jugend von nah und fern angezogen“. Der Bürgermeister von Stetteldorf, Josef Danksagmüller, erinnert sich auch gerne an die 14 Jahre als DJ beim Peda. „Das ursprüngliche Lokal hatte einfach eine ganz unglaubliche Atmosphäre“ erinnert er sich. „Alleine die Sitzschaukeln an der Bar waren genial“.

Die Cabaleros und Roy Black
Schon nach kurzer Zeit wurde das „Discoprogramm“ wesentlich erweitert. Liveauftritte von Roy Black, Andi Borg, Waterloo und Robinson und vielen anderen Schlagerstars sorgten für landesweite Bekanntheit. Und die örtliche Band „Cabaleros“ spielte fast zehn Jahre lang immer wieder beim Peda. Einige DJ´s wie Josef Rabl, Franz Baum, Willi Bauer, Norbert Thyri und Josef Danksagmüller gingen in die Discogeschichte ein.
Nie „übel beleumundet“
Im wesentlichen wurde der jahrzehntelange Erfolg der Disco von Peter Stumwöhrer durch die „Reinhaltung“ seines Lokales gesichert. Nie gab es, wie ab einer gewissen Zeit in fast allen anderen Discos, Probleme mit Rauschgift oder Randale. „Es war einfach ein tolles Tanzlokal, wo man sich gut amüsieren konnte und natürlich auch „zwischenmenschliche Beziehungen“, sehr oft sogar für ein Leben lang, knüpfen konnte“, erklären „Müx“ Danksagmüller und „Jacko“ Ebermann. Und das über mehrere Generationen, wie die Familie Hofinger aus Niederrußbach beweist.

Autor:

Friedrich Doppelmair aus Korneuburg

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