Mein Fluss
Hochwasser: Auch die Schmida "steigt"

Bei Starkregen und Co. wird das Wasser der Schmida "schlammig".
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  • Bei Starkregen und Co. wird das Wasser der Schmida "schlammig".
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Mein Fluss – Serie Teil 3: Hochwasser – wenn die Schmida über die Ufer tritt.

BEZIRK KORNEUBURG. Solange die Donau noch nicht reguliert war, holte sie sich bei jedem Hochwasser ein Stückchen Land, bildete einen Arm aus und floss so weit ins Land hinein. Heute sind diese Arme als Gießgänge bekannt, in einen solchen mündet auch die Schmida, wenn sie von ihrer Quelle im Waldviertel durch das Weinviertel geflossen und schlussendlich Stockerau passiert hat. Auch die Schmida selbst wurde im Laufe der Zeit reguliert, trat doch auch sie immer wieder über die Ufer.

Freud und Leid

"Noch heute gibt es viele Bereiche, in denen Felder und Äcker direkt bis an die Schmida heranreichen", weiß Biologe Andreas Straka. Und der Stockerauer erzählt weiter: "Für die Landwirtschaft war es früher ein großes Problem, wenn bei jedem Hochwasser die Felder überschwemmt und die Ernte somit in Gefahr war." So hat man also auch die Schmida gezähmt, in gerade Bahnen gelenkt, um das "Zerstören" im Falle eines Hochwassers zu verhindern.
Dass solche Maßnahmen jedoch nicht immer nur Gutes bringen, zeigen Abschnitte der Schmida, wenn starker Regen oder die – mittlerweile eher selten gewordene – Schneeschmelze den Wasserpegel steigen lassen. "Dann rinnt von den angrenzenden Feldern das Wasser direkt in den Bach, ebenso Schlamm und Ackererde, die dadurch abgetragen werden. Das verunreinigt den Bach, gut erkennbar dann an der bräunlichen Farbe." Zudem setzen sich die Ablagerungen im Flussbett ab, laufendes Ausbaggern ist die Folge, was wiederum das Gleichgewicht im Wasser durcheinander bringt.

"Platz" für die Schmida

Damit sich die Schmida ausbreiten kann und Überschwemmungen vorgebeugt wird, wurde bei Perzendorf "Platz geschaffen".
  • Damit sich die Schmida ausbreiten kann und Überschwemmungen vorgebeugt wird, wurde bei Perzendorf "Platz geschaffen".
  • Foto: Sandra Schütz
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Wir sind mit Andreas Straka unterwegs. Bei Perzendorf halten wir an. Dort öffnet sich uns nicht nur der Blick auf die Schmida, sondern auch auf ein ganz besonderes Projekt. Rund 1,8 Millionen Euro werden in Summe in Hochwasserschutz-Maßnahmen in Sachen Schmida gesteckt. Hier, nahe Perzendorf, hat man versucht, dem Fluss Platz zu geben. Ein zusätzlicher Damm schützt das Hinterland. Einziger Wermutstropfen für Straka: "Ich hätte mir gewünscht, dass hier keine Hybridpappeln gepflanzt werden, die gehören hier einfach nicht hin. Und auch für mehr Beschattung hätte man sorgen können, wenn man schon das Geld in die Hand nimmt."

Die Schmida – Lebensader der Region: Mein Fluss – Teil 1

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Bei Starkregen und Co. wird das Wasser der Schmida "schlammig".
Damit sich die Schmida ausbreiten kann und Überschwemmungen vorgebeugt wird, wurde bei Perzendorf "Platz geschaffen".
Autor:

Sandra Schütz aus Korneuburg

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