Korneuburger verlieren Jobs
Höchste Arbeitslosigkeit seit 1945

Corona macht die Menschen nicht nur krank, sondern auch arbeitslos.
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  • Foto: prixabay
  • hochgeladen von Sandra Schütz

Im Bezirk Korneuburg waren Ende März 2020 insgesamt 3.671 Personen arbeitslos vorgemerkt – 1.703 Frauen und 1.968 Männer. Das sind um 1.167 oder 46,6 Prozent mehr Arbeitslose, als Ende März 2019.

BEZIRK KORNEUBURG. "In den ersten beiden Märzwochen ist die Arbeitslosigkeit gegenüber Februar dieses Jahres saisonbedingt noch um 5,8 Prozent zurück gegangen. Mitte März kam dann die Trendwende. Innerhalb von nur 16 Tagen stieg die Arbeitslosigkeit im Bezirk um 1.099 Personen oder 42,7 Prozent. Das ist die höchste Zahl an Arbeitslosen seit 1945", analysiert Korneuburgs AMS-Chef Manfred Nowak die aktuelle Lage.
Zudem sei es auch der stärkste Zuwachs in einer so kurzen Zeit seit 75 Jahren. "Das ist eine enorme Herausforderung fürs AMS. Wir setzen alles daran, dass Arbeitslose in dieser schweren Zeit trotz Rekordarbeitslosigkeit pünktlich und so rasch wie möglich zu ihrem Geld kommen", verspricht Nowak. So sind derzeit enorme Mengen an Anträgen abzuarbeiten, um Arbeitslosengeld sowie Kurzarbeitsbeihilfen zu berechnen. Gleichzeitig gilt es auch, die AMS-Mitarbeiter selbst zu schützen, um einen Betrieb weiter aufrecht zu erhalten. "Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass das März-Arbeitslosengeld zeitgerecht angewiesen werden kann", so Nowak.

Herausforderung Kurzarbeit

Eine nicht minder große Herausforderung sind derzeit mehrere hundert Anträge auf Kurzarbeitsbeihilfe. Für alle Betriebe ist das Neuland. Damit verbunden sind viele Unklarheiten und Detailfragen. Erste Hilfestellungen zu vielen Themen rund um die Kurzarbeit gibt die Website des AMS unter www.ams.at/kurzarbeit. Auch ein Antragsformular und Ausfüllvideo stehen zum Download bereit. Anträge kann man dann an sfu.korneuburg@ams.at schicken, die Sozialpartnervereinbarung an kurzarbeit@wknoe.at.
„Ich möchte hier nicht die Vorteile der Kurzarbeit wiederholen, diese Botschaften hören Sie ohnehin von allen und ich bin auch davon überzeugt, dass sie zutreffen. Ich möchte Ihnen hier versichern, dass wir alles tun, damit die Abwicklung von der Antragstellung bis zur Bewilligung möglichst rasch erfolgt“, versichert Geschäftsstellenleiter Manfred Nowak. „Ich bitte aber um Verständnis, dass aufgrund der großen Zahl der einlangenden Anträge die Bewilligung einige Zeit in Anspruch nimmt.“

Für alle, die sich in den nächsten Wochen noch arbeitslos melden müssen:
Um sich arbeitslos zu melden, sollte man nach Möglichkeit vorrangig das eAMS-Konto nutzen. Wenn man kein eAMS-Konto hat oder nicht weiß wie es funktioniert, dann kann man eine Arbeitslosmeldung auch online erledigen: ein E-Mail an die zuständige AMS-Geschäftsstelle, wenn Sie im Bezirk Korneuburg wohnen, an ams.korneuburg@ams.at schicken oder sich auch telefonisch (050 904 341) melden. Das AMS übermittelt dann auch das Antragsformular für das Arbeitslosengeld. Das gilt auch für Verlängerungsanträge oder Folgeanträge auf Notstandshilfe.

Das AMS Korneuburg ist Montag bis Freitag  von 8 bis 12 Uhr geöffnet, man soll aber nur im Notfall persönlich vorbeikommen und in erster Linie die Online-Schiene oder das Telefon nutzen. Und Nowak erklärt abschließend: "Sie müssen derzeit keine Termine einhalten, wenn wieder ’Normalbetrieb’ herrscht, oder wenn wir etwas von Ihnen brauchen, nehmen wir mit Ihnen Kontakt auf."

Achtung: Verbrecher "unterwegs"

Derzeit gibt es Betrüger, die aus der Notsituation ein Geschäft machen wollen. Es sind betrügerische SMS mit dem vermeintlichen Absender AMS im Umlauf. Dabei werden Personen aufgefordert, ihre Kontonummer bekanntzugeben. "Bitte tun Sie das nicht! Das AMS verschickt keine Nachrichten, in denen Bank-Kontodaten angefordert werden", versichert Nowak.

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