75 Jahre Jagdgesellschaft Stockerau
Jäger feierten mit 300 Jungbäumen

Jagdleiter und Vereinsobmann Karl Sauer setzte mit Waidfrau- und -männern und weiteren helfenden Händen 300 Bäume in der Au ein.
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  • Jagdleiter und Vereinsobmann Karl Sauer setzte mit Waidfrau- und -männern und weiteren helfenden Händen 300 Bäume in der Au ein.
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75 Jahre Jagdgesellschaft Stockerau: kleine Pflanzen für die Zukunft und ein Blick zurück.

BEZIRK KORNEUBURG | STOCKERAU. Wildapfel, Eiche, Traubenkirsche, Feldulme und viele mehr – wenn Waidmänner ein Jubiläum zelebrieren, dann darf der Wald dabei nicht vergessen werden. Und so pflanzten die 14 Mitglieder – mit Gabriele Schindler ist auch eine Waidfrau mit dabei – 300 Jungbäume in der Stockerauer Au.
"Der Wald und die darin lebenden Tiere und Pflanzen sind unser höchstes Gut, darum wollen wir dafür sorgen, dass er weiterbesteht", erzählt Jagdleiter Karl Sauer. Jägerdasein und Vereinsobmannschaft wurde ihm quasi ins Blut gelegt: "Mein Vater hat dem ersten Obmann das Gewehr abgekauft. Ich hab das dann geerbt und jetzt hat es mein Sohn Bernd."

Hüter und Pfleger

Am Hochstand sitzen und schießen – ein Jäger ist so viel mehr. Die Waidfrau und -männer füttern in den kalten Wintermonaten die Tiere, mähen die Wiesen, damit sie nicht vom Wald "verschluckt" werden – schließlich finden sich hier auch wertvolle Lebensräume. Wildschäden auf den Bäumen und den in der Au bewirtschafteten Feldern zu verhindern, gehört ebenso zu ihren Aufgaben, wie das Regulieren des Tierbestandes. Und noch eines ist den Mitgliedern der Jagdgesellschaft wichtig: nichts darf verloren gehen. So wird das Tier angefangen beim Fleisch bis hin zu den Knochen komplett verwertet. "Das ist hochwertigstes Fleisch, vor allem Wildschwein ist sehr gesund", erklärt Waidfrau Schindler.

Bürgermeisterin Andrea Völkl und Jägerin Gabriele Schindler setzten gemeinsam die Jungbäume ein.
  • Bürgermeisterin Andrea Völkl und Jägerin Gabriele Schindler setzten gemeinsam die Jungbäume ein.
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"Im Jahr 1951 wurde der erste Hirsch erlegt, 1961 dann das erste Schwarzwild", erzählt Jagdleiter Sauer. Traf man sich früher im Haus nach der Aubrücke – das Jagdrevier sah vor dem Autobahnbau ja noch ganz anders aus, wurde im Jahr 1972 die Futterhütte errichtet, die schlussendlich, nach vielen Um- und Zubauten – das Grundstück ist von Jägern gepachtet – zum heutigen Jagdhaus und gesellschaftlichen Treffpunkt wurde. "1981 kamen Strom und Wasser, jetzt werden wir schön langsam das eine oder andere wieder renovieren müssen." Abgesehen davon gibt es auch im Wald viel zu tun: "Die Wildschweine werden immer mehr", gibt Bernd Sauer zu bedenken. Haben sie sich anfangs von den Feldern, Erdäpfeln und Mais ferngehalten, so sind sie mittlerweile auf den Geschmack gekommen. "Das ist ein riesiges Problem."

"Danke!"

Für Bürgermeisterin Andrea Völkl ist die Arbeit der Jäger "aktiver Klima- und Naturschutz". Und ihr ist bewusst: "Das Hegen und Pflegen nimmt viel Zeit in Anspruch." Schließlich sorgen Frau und Männer in Grün auch für freie und zugängliche Wege, was schlussendlich wieder den Erholungssuchenden in der Au zu Gute kommt. Darum auch ein großer Wunsch der Jagdgesellschaft: "Die Au ist uns wichtig, der Wald wertvoll. Manchmal müssen wir aber, um unsere Arbeit verrichten zu können, mit dem Auto unterwegs sein. Ein bissl mehr Verständnis, das wäre unser größter Wunsch und ein tolles Geschenk zum Jubiläum."

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