Alles "läuft" – trotz Corona
Korneuburger Kläranlage in Vollbetrieb

Abwasserverband-Geschäftsführer Kiril Atanasoff hält mit seinem Team in der Korneuburger Kläranlage die Stellung. Ein gemeinsames Foto gibt es aber momentan – zur Sicherheit – nicht.
  • Abwasserverband-Geschäftsführer Kiril Atanasoff hält mit seinem Team in der Korneuburger Kläranlage die Stellung. Ein gemeinsames Foto gibt es aber momentan – zur Sicherheit – nicht.
  • Foto: Atanasoff
  • hochgeladen von Sandra Schütz

Viele Menschen haben sich umgestellt, arbeiten vom Homeoffice aus. Manche können das aber nicht, so wie das Team der Korneuburger Kläranlage. Wie geht es ihnen und wie funktioniert der Arbeitsalltag? Wir haben mit Abwasserverband-Geschäftsführer Kiril Atanasoff gesprochen.

BEZIRK | STADT KORNEUBURG. "Bei uns läuft alles im Vollbetrieb. Wir haben nur auf einen Corona-Schichtbetrieb umgestellt, um Infektionen untereinander zu vermeiden. Aber sonst, ist alles wie bisher." So habe man etwa auch zwei junge Mitarbeiter "in Reserve", die derzeit zu Hause sind und sofort einspringen, sobald es eine Erkrankung gibt. Einschränkungen in welcher Art auch immer wären im Betrieb der Kläranlage nicht denkbar. "Es muss ja weiter gehen, vor allem bei der Wartung. Und so lange die Entsorgungssicherheit gegeben ist, gibt es auch keinerlei Probleme", versichert Atanasoff.

Die LKWs fahren noch

Der springende Punkt, nicht nur für die Korneuburger Kläranlage: Der Abtransport des Klärschlammes. "Noch wird er abgeholt, um entsprechend kompostiert zu werden. Wenn wir den Klärschlamm aber nicht mehr wegbekommen, dann haben wir ein Problem." Im schlimmsten Fall würde das bedeuten, den behandelten und belüfteten Klärschlamm in die Donau leiten zu müssen. "Es bestünde noch die Möglichkeit, bei der Behörde um eine Zwischenlager und am eigenen Gelände anzusuchen. Einerseits haben wir aber den Platz dafür nicht und andererseits wäre das dann ein großer Haufen stinkender Schlamm und die Fläche, auf der er liegen würde, wäre kontaminiert", erklärt Atanasoff die Zwickmühle. Man hätte in so einem Fall also die Wahl zwischen Gewässerschutz und dem Vermeiden von massiven Geruchsproblemen.

Unterwegs zu den Pumpwerken

Das die Profis der Kläranlage jedoch nicht nur auf dem Areal derselben arbeiten, sondern auch unterwegs sind, etwas bei den Pumpwerken Wartungen durchführen müssen, erklärt Atanasoff: "Natürlich sind jetzt weniger Leute unterwegs, um eine Ansteckungsgefahr zu reduzieren. Auf jeden Fall haben sie ein entsprechendes Schreiben, einen Passierschein des Verbandes mit, das den Grund für ihr Unterwegssein erklärt." Schließlich hätte man 32 Kilometer Kanal zu warten und müsse bei einer Störung zu den Pumpwerken.

Hygiene immer ein Thema

Und sind die Kläranlagen-Mitarbeiter selbst durch das Abwasser in Gefahr? "Eine Direktinfektion über das Abwasser ist eigentlich ausgeschlossen. Laut fachspezifischen Informationen überlebt das Virus im Wasser nicht. Sollte das Virus aber auf Magen und Darm gehen, schaut es schon anders aus", sagt Atanasoff. Grundsätzlich sei man aber – auch im Normalbetrieb – auf Hygiene gedrillt. "Desinfektionsmittel zu verwenden, ist für uns gang und gäbe. Das gehört für uns zum Arbeitsalltag dazu."

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