On Tour mit der Autobahnpolizei

Peter Svehla kontrolliert, wer auf NÖs Autobahnen drängelt.
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BEZIRK/NÖ. Irgendwo in Niederösterreich. Auf einer Brücke steht ein VW-Bus. Und von der Brücke aus beobachten vier Kameras das Geschehen auf der Autobahn, die direkt unterhalb verläuft. Einsatz für die Zivilstreife der Landespolizeidirektion Niederösterreich. Sie sind hier Dränglern und Rasern auf der Spur.
Auf Monitoren im VW-Bus leutet es grün und rot. "Rot markierte Autos sind zu schnell oder halten den Sicherheitsabstand nicht ein. Der Computer speichert die Sünder automatisch", erklärt Bezirksinspektor Peter Svehla, der heute mit seinem Kollegen Gottfried Völker Dienst hat. Die beiden müssen alle vom Computer gesichteten Vergehen prüfen und bestätigen. Erst dann wird Anzeige erstattet.

Eins, zwei, passt!

Aber wie viel Abstand muss man denn nun halten? "Mindestens 0,8 Sekunden zum vorderen Fahrzeug, weniger ist strafbar. Bei weniger als 0,3 Sekunden ist es auch ein Vormerkdelikt, bei 0,2 ist der Führerschein weg", sagt Svehla. Rund 11.500 Drängler erwischt die Truppe mit ihren zwei Einsatzfahrzeugen pro Jahr in Niederösterreich. Dabei wäre es gar nicht so schwer, den richtigen Abstand zu halten. "Zwei Sekunden werden empfohlen. Bei 130 km/h wären dies mindestens 36 Meter. Viele Fahrer sind knapper dran als sie glauben."

165 Kilometer im Blick

Die 40 Beamten der Autobahnpolizei in Stockerau sorgen für Recht und Ordnung auf 165 Kilometern Autobahn. Sie sind dabei nicht nur im Bezirk Korneuburg, sondern auch in den Bezirken Tulln, Hollabrunn und Mistelbach unterwegs. Zu ihren Aufgaben zählen unter anderem die allgemeine Verkehrsüberwachung, Schwerverkehrskontrollen und Geschwindigkeitsmessungen.
"Die Unfallursache Nummer 1 ist bei uns sicherlich der oft fehlende Sicherheitsabstand", erzählt Polizist Thomas Wagner. "Die erlaubte Geschwindigkeit wird oft eingehalten, das Problem sind eher die Drängler." Und unter der Woche fischen die Zivil- und Motorradstreifen jede Menge "Telefonierer" aus dem Verkehr.

Die Knackpunkte

Wo kracht es in den Bezirken eigentlich am meisten? "Der Knoten Stockerau (A22) ist bei der Abfahrt zur S5 vor allem am Abend stark überlastet. Aus diesem Grund passieren dort häufig Unfälle", erklärt Wagner. Auch beim Knoten Korneuburg – A22-Abfahrt zur S1 – kracht es öfters, weil mit zu hoher Geschwindigkeit in die "Rampe 3" eingefahren wird. Und auch der Wildzaun an der A22, Höhe Leobendorf, muss öfters erneuert werden.
Problematisch ist es auch immer wieder in den Tunnels auf der S1, weil öfters auf’s Lichtaufdrehen vergessen wird. Auch LKWs lösen von Zeit zu Zeit die Höhenkontrolle aus. "Und ganz wichtig ist, wenn vor dem Tunnel ein rotes Licht leuchtet, dann bedeutet das Stopp", sagt Wagner. "Auch auf Autobahnen kann es Ampeln geben. Und rot ist rot, also stehenbleiben!"
Machte früher die Fahrbahnbeschaffenheit im Bereich Tulln Probleme, so hat man dies mittlerweile gut in den Griff bekommen. Und seit dem Ausbau der S3 Richtung Hollabrunn, kracht es dort auch weniger. "Früher hat es dort, als noch keine Mitteltrennwand da war, schwere Unfälle gegeben." Passiert heute etwas, dann sind lange Staus oft vorprogrammiert, weil das Freimachen der Unfallstelle auf Grund der baulichen Voraussetzungen schwierig ist.

Tipps der Autobahnpolizei: An die Geschwindigkeiten halten, auf den Abstand achten und Hände weg vom Handy!
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