Steig ein!: Senioren am Steuer

KFV bietet Workshops für Generation Lebenserfahrung an.
  • KFV bietet Workshops für Generation Lebenserfahrung an.
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  • hochgeladen von Sandra Schütz

BEZIRK KORNEUBURG. Walter S. ist fit wie ein Turnschuh. Der 71-Jährige Stockerauer sitzt täglich hinter dem Lenkrad. "Ich bin ein leidenschaftlicher Autofahrer, war ich schon immer. Wir fahren oft auf Urlaub, jetzt in der Pension haben wir ja die Zeit dazu. Im Alltag fahr ich einkaufen, meine Enkerl besuchen oder mach einfach einen Ausflug." Das Auto stehen zu lassen, daran denkt S. in keiner Sekunde. "Warum sollte ich? Ich hab jetzt schon so lange Erfahrung, fühle mich sicher und habe in meiner ganzen Autofahr-Karriere noch keinen Unfall verschuldet."


Generation 70+ am Steuer


Laut dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) wird in rund 20 Jahren jeder vierte Verkehrsteilnehmer über 65 Jahre alt sein. Eine Altersgruppe, die schon jetzt besonders unfallgefährdet ist. Auch der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) stellte bei einer Analyse fest: "In Österreich weist die Gruppe der über 85-Jährigen gemessen an der Bevölkerungszahl die höchste Anzahl von tödlich Verunglückten im Straßenverkehr auf."

Befristete Führerscheine


Eines steht natürlich fest – beim Gesundheitszustand älterer Menschen gibt es sehr große Unterschiede. Neben sehr fitten älteren Personen, wie etwa Walter S., nimmt mit dem Alter aber die Zahl jener zu, die gesundheitliche Probleme haben. Darum rät der VCÖ: Viele Medikamente haben negativen Einfluss auf die Reaktionsfähigkeit. Unbedingt den Hausarzt dazu fragen. Dazu kommt, dass mit dem Alter in der Regel auch Sehstärke und Reaktionsfähigkeit abnehmen.
So gibt es bereits in einigen EU-Ländern und in der Schweiz befristete Führerscheine für ältere Menschen. So schreiben zum Beispiel die Eidgenossen vor: Führerscheine sind bis zum 70. Lebensjahr befristet und werden nach ärztlicher Untersuchung alle zwei Jahre verlängert.

Selbsteinschätzung wichtig


"Man muss sich selbst einschätzen können. An Hand der Reaktionen der anderen Autofahrer auf die eigene Fahrweise schließen können. Und eine Vollbremsung auf der Autobahn, weil vor mir ein Pensionist mit 80 dahin tuckert, hab ich nicht erst einmal machen müssen", erzählt der 36-jährige Richard K. "Diese Selbsteinschätzung, ob man sicher mit dem Auto unterwegs ist, die fehlt mir aber nicht nur bei älteren Menschen."
Und würde er seinen Führerschein freiwillig abgeben, wenn es einmal nicht mehr so gut funktioniert? "Definitiv! Wenn ich meine und die Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer gefährden würde, dann würde ich das auf jeden Fall tun." Und schmunzelnd fügt er hinzu: "Gesetztenfalls ich merke das dann selber auch."

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