Stockerauer kämpft gegen Mietnomaden
Zugemüllt und völlig verdreckt

Friedrich Kutnig steht fassungslos vor einer völlig verdreckten und zugemüllten Küche. Auch der Rest der Wohnung sieht nicht anders aus.
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Friedrich Kutnig ist fassungslos. Fünf Jahre lang gab es mit dem Mieter einen 40 m2-Singlewohnung keine Probleme. Dann stoppten auf einmal die Zahlungen.

BEZIRK KORNEUBURG | STOCKERAU. Friedrich Kutnig öffnet vorsichtig die Eingangstüre in einem Wohnhaus am Neubau in Stockerau. Der Geruch lässt erahnen, was in der Wohnung wartet: Staub, Dreck, völlige Verwahrlosung. Dicke Spinnenweben hängen von den Fenstern herunter, riesige Asche- und Zigarettenberge türmen sich auf, der Herd verdient seinen Namen eigentlich nicht mehr und hunderte leere Getränkedosen stapeln sich hinter dem, was einst ein Bett war. "So hat der Mieter die Wohnung verlassen", erzählt Kutnig. Der Stockerauer ist als Geschäftsführer der IKV (Immobilien Kutnig Vermögensverwaltung) Miteigentümer der Wohnung und gleichzeitig der Hausverwalter.
Die Probleme begannen im April 2018. Zuvor hatte der Mieter fünf Jahre lang in der Wohnung gelebt. Dann stoppten auf einmal die Zahlungen. "Im Juni 2018 habe ich die letzte Zahlung bekommen", so Kutnig. Der Mietvertrag endete jedoch erst im Februar 2019. "Im Oktober 2018 haben wir eine Mietzinsklage eingereicht, die jedoch wegen Unzustellbarkeit eingestellt wurde", kann der Stockerauer nur den Kopf schütteln. Vom Stromdiebstahl des ehemaligen Mieters erzählt er ebenso, der einfach die benachbarte, leere Wohnung "angezapft" hatte und somit rund 1.000 Euro auf Kutnigs Stromrechnung "schreiben ließ".

Mieter raus – Totalschaden

Mittlerweile ist der Mieter ausgezogen. Was er hinterlassen hat, kommt Kutnig teuer zu stehen. "Die ganze Renovierung wird sicherlich rund 25.000 Euro kosten, schließlich hat er die Wohnung möbliert gemietet. Und jetzt müssen wir alles erneuern." Dazu kommen noch über 3.000 Euro Mietschulden und auch die Klage schlug mit 130 Euro zu Buche.
"Wenn das so weitergeht, werden á la longue die privaten Vermieter umgebracht", ist Kutnig überzeugt. "Und das kommt dann allen teuer zu stehen, denn den so oft propagierten leistbaren Wohnraum stellen in der Regel nur diese zur Verfügung. Und warum? Weil hier nur einer kassiert und nicht fünf andere mitschneiden." Ein privater Vermieter könne nur verlangen, was der Markt hergebe, erklärt der Hausverwalter.
Es war nicht das erste Problem, dass Kutnig mit einem Mietnomaden hatte und er befürchtet, es wird auch nicht das letzte sein. Warum er nun ausgerechnet im Mai einen Termin mit dem Mieter bei der Schlichtungsstelle Stockerau hat, ist Kutnig völlig unklar. "Ich bin schon sehr überrascht, was man mir dort erzählen wird."

Autor:

Sandra Schütz aus Korneuburg

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