35-Stunden-Arbeitswoche
Betreuung - Die Realität

Wien - Caritaszentrale
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Sie leben im Bezirk Korneuburg. Sie nehmen am Kulturleben im Bezirk teil. Dann kennen Sie uns vielleicht: Diese bunte Truppe von Menschen mit Behinderung und ihre BertreuerInnen. Wann immer eine Veranstaltung im Bezirk interessant sein könnte und geeignet für die BewohnerInnen unserer WG in Oberrohrbach, planen wir BetreuerInnen, überlegen und bereiten vor, damit unsere „Anvertrauten“ teilhaben können, Teil der Gemeinschaft im Bezirk sein können, Etwas erleben und erfahren können - „mitnehmen auf ihre ganz besondere Art“; aber auch zurückgeben an eine bunte und inklusive Gesellschaft. Was es bedeutet, bis wir „Teil unsers Bezirks und seiner Angebote“ sind – haben sie darüber schon einmal nachgedacht? 12 BewohnerInnen, Jede und Jeder mit seiner eigenen Vorstellung, eigenem Willen und eigenen Plänen, manchmal nur für den Augenblick. Wir besprechen, wir versuchen ein Bild dessen zu zeichnen, was wir gemeinsam unternehmen könnten und wir versuchen zu überzeugen.

Jede Aktivität ist mit großem Aufwand verbunden...
... denn wer nicht mitfahren kann oder will, braucht Begleitung, Betreuung und Pflege daheim im Wohnhaus. Die Gruppe, die wegfährt braucht exakt das selbe auch. Von Kleidung über Medikamente und Notfallsvorsorge für jedeN EinzelneN darf Nichts vergessen oder dem Zufall überlassen werden.

Bei jeder Planung unterliegen wir aber auch den Anforderungen des Alltags:
Wir haben Dienste aufrechtzuerhalten 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche rund um das ganze Jahr. Arbeitszeitgesetz, Arbeitsruhegesetz, Vorschriften des Landes Niederösterreich und internationale Verträge wie die „UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderung“ haben gleichwertige Stellung in Bezug auf unseren Arbeitsalltag.

Planbare Urlaube und plötzliche Krankenstände, kleine und große Umstände in unseren eigenen Familien zwingen uns wöchentlich unsere Dienste zu verschieben, zu tauschen und abzuändern. Planungen mit Familie und Freunden sind kaum möglich in einem größeren Abstand, als für die nächsten paar Tage.

  • Wir sind da für unsere BewohnerInnen, unsere Anvertrauten und geben jeden Tag unser Bestes
  • Wir haben uns für diesen Beruf entschieden und entsprechende Ausbildungen gemacht.
  • Wir lieben unseren Beruf, manchmal unsere Berufung
  • Wir wollen im Dienst unserer KlientInnen bleiben, unserem Arbeitgeber zur Verfügung stehen, der diese Aufgabe im Bezirk Korneuburg seit 40 Jahren übernommen hat und mit uns – den MitarbeiterInnen – auf die Menschen achtet, sie fördert, begleitet, betreut und pflegt, die besondere Beachtung und besonderen Schutz brauchen.
  • Wir sind die Garanten für das Wohlergehen und die Beachtung der garantierten Rechte „unserer Anvertrauten!
  1. Daher bin ich für eine Kollektivvertragsvereinbarung von
    35-Arbeitsstunden pro Woche im Sozialbereich!    
  2. Ich unterstütze das gewerkschaftliche Verhandlungsteam bei den Kollktivverhandlungen 2020 und auch die Maßnahmen,
    die österreichweit stattgefunden haben und stattfinden werden!

                                     Für die KlientInnen und MitarbeiterInnen
                                      der „Sozialwirtschaft Österreich“ (SWÖ),
                                             der Caritas und der Diakonie

Bilder der Aktionen von MitarbeiterInnen im Sozialwesen gibts unter:
https://www.flickr.com/photos/gpadjp/albums/72157712983278747

                                            Weil 35 Arbeitsstunden pro Woche
                          in unserer Arbeit und unserer Verantwortung genug sind!

Walter Waiss
Betreuer von Menschen mit Behinderung
Betriebsratsvorsitzender
AK-Rat in Niederösterreich

Autor:

Walter Waiss aus Korneuburg

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