Klares „Nein“ zu Donaubrücke & Golf im Apfelgarten

GR Peter König, Bgm. Andreas Arbesser und GR Roswitha Lehner zeigen, wo laut „Gerüchteküche“ die Donaubrücke gebaut werden soll.
  • GR Peter König, Bgm. Andreas Arbesser und GR Roswitha Lehner zeigen, wo laut „Gerüchteküche“ die Donaubrücke gebaut werden soll.
  • hochgeladen von Sandra Schütz

LANGENZERSDORF - Ein Brückenschlag zwischen Langenzersdorf und Klosterneuburg – die Gerüchteküche der letzten Wochen ließ ihn wieder einmal zum Mittelpunkt vieler Diskussionen und Spekulationen werden. Doch Bgm. Andreas Arbesser findet dazu nur ein Wort: „Nein!“
Vor ein paar Wochen ließen Bisambergs Bgm. Dorothea Schittenhelm und LA Hermann Haller aufhorchen: „Eine Brücke zwischen den Donauufern ist unbedingt notwendig. Sie muss und wird kommen.“ Als geeigneten Standort nannte man diesmal Langenzersdorf - nicht wie bisher Korneuburg. Äußerungen, die Bgm. Andreas Arbesser aufhorchen ließen, zumal schon vor einigen Wochen eine Unterschriftenliste der Langenzersdorfer SPÖ kursierte, die sich gegen den vermeintlich geplanten Brückenbau richtete. „Ich habe mich beim Land erkundigt, es gibt weder offiziell noch inoffiziell Pläne für eine derartige Brücke“, erzählt Arbesser. Lediglich eine Studie sei vorgestellt worden.
Verkehrsverlagerung statt
Entlastung
Es ist vor allem der Standort, der die Langenzersdorfer den Kopf schütteln lässt. So solle etwa die Brücke unterhalb des Einlaufwerkes auf Langenzersdorfer Seite beginnen und auf Klosterneuburger Seite im Kuchelauer Hafen enden. „Das ist eine Brücke ins Nichts“, ist auch GR Peter König verwundert. Die Brücke würde weniger zu einer Verkehrsentlastung, als vielmehr zu einer Verlagerung des Verkehrs auf Klosterneuburger Seite führen, ist man überzeugt. Denn nur wenige Kilometer von der Nordbrücke entfernt, wäre die Brücke wohl die beste Ausweichrute für staugeplagte Autofahrer.
Im Langenzersdorfer Gemeinderat herrscht Einigkeit in puncto Brücke. Bereits im Jahr 2002 sprach man sich einstimmig gegen eine Brücke auf Langenzersdorfer Gemeindegebiet aus und auch heute ist der Standpunkt klar: „Nein zur Brücke!“

Öffis attraktiver machen,
statt Staus verlagern
„Wir müssen weg vom Individualverkehr, ein Mobilitätskonzept erarbeiten und nicht die Brücke, sondern eine bessere Anbindung an das Wiener öffentliche Verkehrsnetz schaffen“, meint GR König. Handlungsbedarf bestehe, seiner Meinung nach, weniger beim Brückenbau, als vielmehr bei einer gerechteren Entlohnung der Außenzonen sowie einer Erweiterung der Kernzonen. „Einen Nutzen hätten wir nicht von einer Brücke, sondern von einem Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes. Wir müssen den Kopf aufmachen und unseren Ort so gestalten, wie es gut ist.“ Wichtig dabei wäre es, das Stehenlassen des Autos durch eine bessere Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz zu fördern.
Auch zum Golfplatz sagt
man: „Nein danke!“
Ebenso wie die Brücke geistert seit geraumer Zeit das Projekt „Golf im Apfelgarten“ in der öffentlichen Berichterstattung umher. Ein Golfplatz samt Hotel auf einer rund 80 ha großen Fläche der ehemaligen Obstplantage – so wünscht es sich zumindest der Pächter, ein Wiener Rechtsanwalt. Auch darüber ist man sich im Gemeinderat einig: „Nein!“ „Die Obstplantage macht rund ein Vierzehntel der gesamten Gemeindefläche aus und ist zudem ein grüner Puffer zu Wien“, erklärt Arbesser, der für die landwirtschaftlich gewidmete Fläche andere Pläne hat. „Wir könnten uns einen Energiepark oder ein Naherholungsgebiet für die Langenzersdorfer vorstellen.“ Ein Konzept will man gemeinsam mit dem Stift Klosterneuburg, das Eigentümerin der Plantage ist, erarbeiten. Fest steht: Eine Umwidmung für die Fläche wird es nicht geben. „Ein Konzept für die Plantage braucht Zeit und gute Pläne.“ Golf im Apfelgarten ist für´s Erste aber einmal „vom Tisch“.

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