Hilfe von der Landesregierung?
LR Schleritzko: Lärmmessung an A22 durch ASFINAG geplant

Bekanntlich leiden viele Bewohner des Bezirks Korneuburg am immer stärker werdenden Lärm von den 4 lokalen Autobahnen und insbesondere von der A22. Dieser Lärm wird noch verstärkt durch die Bahn und teils durch die B3. Beschwerden darüber gibt es seit einiger Zeit, in jüngster Zeit zunehmend mit dem stärker werdenden Lärm.

Asfinag und ÖBB haben bisher keine Anstalten gemacht um die Probleme zu lösen. Deshalb wenden sich auch mehr Anrainer an die Landespolitik, deren Ausgabe ja eigentlich die Vertretung der Interessen der Bevölkerung wäre. Nun gibt es eine Antwort aus dem Büro des für den Verkehr zuständigen Landesrates Schleritzko, die allerdings nicht sehr befriedigend ausfällt:

Zur Lärmsituation in Bezug auf die A22, Donauufer-Autobahn, kann ich Ihnen auf Grund einer vorliegenden Information der dafür zuständigen ASFINAG folgendes mitteilen:

In letzter Zeit wurden aus dem Raum Langenzersdorf-Bisamberg mehrmals Anfragen zum Thema Lärmschutz an die ASFINAG gestellt. Aus diesem Grund hat die ASFINAG erste Lärmmessungen in diesem Abschnitt durchgeführt und wird noch heuer mit einer Detaillärmschutzuntersuchung starten. In dieser Untersuchung wird die Lärmsituation dargestellt und in weiterer Folge wird die Möglichkeit - entsprechend den gültigen Richtlinien - von zusätzlichen Lärmschutzmaßnahmen geprüft.

Bei den Bürgerinitiativen und den geplagten Anrainern herrscht aber Skepsis über die Messergebnisse der Asfinag. Denn frühere Erfahrungen zeigen, dass diese eher dem Zweck dienen, Maßnahmen zu vermeiden. So berichtete in der ORF Schauplatz-Sendung „Krawall im Alpenparadies“ Herr Gurgiser von der Initiative Transitforum Austria über verfälschte Lärmmessergebnisse der ASFINAG. Nachzusehen auf YouTube ab Minute 23:20:
https://www.youtube.com/watch?v=4jSMr9_iRpM

Soweit die A22 in Wien verläuft, ist Tempo 80 zur Lärmreduktion und Schutz der Bevölkerung vorgeschrieben. Die Verkehrsfrequenz ist in Wien zwar etwas höher als ab der Landesgrenze, aber Dichte und Nähe der Besiedlung sind absolut vergleichbar mit der im Bezirk Korneuburg.

Für die betroffenen Bewohner, die die Lärmbelastung ja kennen und unter ihr leiden, ist jedenfalls klar, dass Maßnahmen zur Reduzierung des Lärms dringend nötig sind. Kurzfristig wirksam ist eine Erweiterung der Tempo 80 Beschränkung über Wien hinaus bis zum Knoten Stockerau, langfristig wird eine Einhausung gefordert, vor allem, wenn noch weiter ausgebaut werden soll, wie das für den Bereich bei Stockerau vorgesehen ist.

Betroffen vom Lärm sind übrigens je nach Windrichtung unterschiedliche Gebiete. Bei nördlichen Windrichtungen ist die Situation für den Bezirk Korneuburg besser, aber dann wird es auf der anderen Seite der Donau wie etwa in Klosterneuburg laut.

Es ist Aufgabe der Landespolitik für den Schutz der Bevölkerung zu sorgen. Zuständig sind neben dem Mobilitätslandesrat Schleritzko auch die Landeshauptfrau-Stellvertreter Dr. Pernkopf und Franz Schnabl, die für Natur- und Umweltschutz bzw Konsumentenschutz verantwortlich zeichnen.

Autor:

Peter F. Mayer aus Korneuburg

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