Polit-Zwist in Korneuburg
Zugang zum Behinderten-WC "muss" barrierefrei werden

Ludwig Breicher (li.) und Harry Daniel (2.v.li.) haben ihre liebe Not mit den schweren Holztüren, die zum Behinderten-WC führen. Ein barrierefreier Zugang muss her, fordern Sabine Tröger (NEOS), Robert Manhart (SPÖ) und Hubert Keyl (FPÖ).
  • Ludwig Breicher (li.) und Harry Daniel (2.v.li.) haben ihre liebe Not mit den schweren Holztüren, die zum Behinderten-WC führen. Ein barrierefreier Zugang muss her, fordern Sabine Tröger (NEOS), Robert Manhart (SPÖ) und Hubert Keyl (FPÖ).
  • Foto: NEOS
  • hochgeladen von Sandra Schütz

Erneut verhärtete Fronten in der Korneuburger Stadtpolitik – Kritik am Umgang mit Dringlichkeitsanträgen.

BEZIRK | STADT KORNEUBURG. "Scheinbar sind Menschen mit Behinderung nicht dringlich genug", stellen NEOS-Gemeinderätin Sabine Tröger, SPÖ-Fraktionsobmann Robert Manhart und FPÖ-Gemeinderat Hubert Keyl provokant in Richtung Stadt-VP fest. Stein des Anstoßes ist diesmal ein Dringlichkeitsantrag in Sachen barrierefreier Zugang zum Behinderten-WC im Korneuburger Rathaus, der mehrheitlich von der ÖVP abgelehnt beziehungsweise dem keine Dringlichkeit zuerkannt wurde.
Das Problem: Der Zugang zum Behinderten-WC erfolgt über den Rathaus-Innenhof mit einem Euro-Key. Um überhaupt in den Innenhof zu gelangen, muss jedoch die schwere Holztüre geöffnet werden. Nicht für alle ein leichtes Unterfangen – zum einen ist die Türe schwer, zum anderen die Türschnalle sehr hoch oben, für Rollstuhlfahrer also nicht geeignet.
Hier muss Abhilfe geschaffen werden und zwar schnell. Darum sei das Thema mehr als nur dringlich.

Schon längst in Arbeit

Das Thema Innenhof-Tür sei längst bekannt und zudem schon in Arbeit, versichert VP-Vizebürgermeisterin Helene Fuchs-Moser. Aus genau diesem Grund habe man auch die Zustimmung zur Dringlichkeit verweigert. "Vergangenen Montag wurde bereits das erste Tor im Innenhof zur Sanierung abmontiert und ein Provisorium eingebaut. Die beiden Tore, die von der Straße in den Innenhof führen, werden ebenfalls saniert. Die Klinke wird auf eine für Rollstuhlfahrer erreichbare Höhe gesetzt, zusätzlich soll ein Unterstützungsmechanismus für leichteres Öffnen sorgen", erklärt Fuchs-Moser. Ausständig ist allerdings noch die Zustimmung des Bundesdenkmalamtes. "Sollte diese nicht erfolgen, gibt es eine Überlegung, den Zutritt zum Behinderten-WC über den Rathaus-Haupteingang mittels Euro-Key zu ermöglichen."

Opposition verlangt Transparenz

Den Vorwurf Manharts bezüglich fehlender Information – "weder im Gesundheits- noch im Bauausschuss war die Türe wirklich Thema" – lässt Fuchs-Moser nicht gelten: "Im nächsten Bauausschuss wird es, wie schon am 29. September 2020, für alle Fraktionen die Möglichkeit geben, sich zu diesem Thema einzubringen."

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