Benefizlauf
58 Kilometer im eigenen Garten

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Rene Kun ist Ultraläufer. Vor kurzem legte der Stettner 58 Kilometer für den guten Zweck zurück – und das im eigenen Garten.

BEZIRK KORNEUBURG | STETTEN. "In Zeiten wie diesen sollten wir noch mehr zusammenhalten", ist der Stettner Ultraläufer Rene Kun überzeugt. Dem Coronavirus will er den Kampf ansagen, "einem Virus, der uns alle treffen kann und unser ganzes Leben auf den Kopf stellt". Auch Kun selbst ist davon betroffen, denn alle Laufveranstaltungen wurden abgesagt. "Bei mir sind es jetzt fünf bis Mitte Mai", resümiert der Ultraläufer.
Vor kurzem wäre der Lasseer Benefizlauf mit 6 Stunden Laufzeit gewesen. "Der Veranstalter erstellte eine virtuelle Facebookgruppe. Das heißt, jeder läuft für sich selbst, egal wo, wie weit und wie lange. Ich habe mir den Garten ausgesucht, da ich auch neue Herausforderungen suche." Denn Kun war noch nie auf so einem kurzen Rundkurs unterwegs.

Die Vermessung des Gartens

Einige Tage vor dem Lauf wurde der Garten händisch vermessen, "weil die Laufuhren bei so einer kurzen Distanz nur mehr Unsinn anzeigen". Eine Runde ist 125 Meter lang. Zudem wurde die Strecke mit Werbung versehen. Viele Österreich-Fahnen aufzuhängen, war dem Stettner auch wichtig, "als Zeichen für Zusammenhalt im ’Team Österreich’ und weil viele gegen das Coronavirus kämpfen". Auch die Italienische Fahne durfte nicht fehlen.

Für jede Runde ein Ei

Um 8 Uhr morgens am 21. März 2020 starteten alle Läufer gemeinsam auf ihren individuellen Laufstrecken. "Ich bin sechs Stunden durchgelaufen, ab Kilometer 20 dann hin und wieder etwas Verpflegung, die ich neben der Strecke aufgebaut habe", erzählt Kun. Und wie wurden die Runden gezählt? "Nach jeder Runde habe ich ein Kinderüberraschungsei in einen leeren Kübel geworfen, so konnte ich am Schluss die genaue Rundenzahl ermitteln." Und weil es bei einer solchen Aktion um Vertrauen geht, lief Kun noch eine extra Runde, die nicht mitgezählt wurde.
Am Schluss, nach genau sechs Stunden, waren es genau 470 Runden mit einer Distanz von insgesamt 58,75 Kilometern.

Ein Euro pro Kilometer

Der Grundgedanke des Benefizlaufes: Ein Euro pro gelaufenem Kilometer wird gespendet. "Ich habe auf 60 Kilometer aufgerundet und spende meinen Betrag dem Kinderhospiz Sterntalerhof." Und weil Gutes tun gerade jetzt wichtig ist, konnte Rene Kun noch vier seiner Freunde "anstecken", die nun ebenfalls einen Euro pro Kilometer spendeten. In Summe kamen so 300 Euro für das Kinderhospiz zusammen.

Und warum hat er überhaupt bei diesem Lauf mitgemacht? "Da ich sowieso Zeit habe, habe ich mir gedacht, warum nicht von daheim etwas Gutes tun? Für einen guten Zweck und für kranke Kinder starte ich gerne und gebe mein Bestes", sagt Kun. Und das war beim Benefizlauf im Garten sehr gefragt, denn "es war eine extreme Herausforderung. Der weiche Untergrund hat es ganz schön schwer gemacht, aber immerhin kenne ich jetzt jeden Grashalm und jedes Unkraut in meinem Garten persönlich", lacht Kun abschließend.

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