AMF-Autocross: Saisonauftakt in Humpolec

Europameister Bernd Stubbe (D), Alfa Racing Volvo
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Am 21. und 22. April starteten die Autocrosser der Austrian Motorsport Federation in die neue Saison. Fast schon traditionell fiel der Startschuss dazu im tschechischen Humpolec. Gemeinsam mit der Zentraleuropäischen Zonen- und der Tschechischen Meisterschaft fiel der Startschuss zum Kampf um Punkte, Siege und Meistertitel.

Nachdem in den vorigen Jahren widrige Wetterbedingungen geherrscht hatten erfreute heuer der April mit hochsommerlichen Temperaturen und nahezu ungetrübt blauen Himmel. Das lockte 135 Fahrer aus 9 Nationen ins tschechische Hochland. Darunter auch 9 Österreicher und eine Österreicherin!

Die meisten österreichischen Starter, nämlich fünf, fanden sich bei den Allradbuggies bis 1600ccm ein. Dafür dass es ihnen nicht zu leicht gemacht wurde sorgten unter anderem der regierende Europameister Petr Nikodem, der drittplatzierte der vorjährigen EM Milan Vanek und der Holländer Timo Pähler. Der Waldviertler Ewald Müllner musste bereits im ersten Zeittraining seinen Opel Buggy mit Motorproblemen abstellen und w.o. geben. Sein erstes Rennen überhaupt bestritt Moritz Winninger, ein Spross aus der Ernsthofener Autocross Dynastie. Mit durchaus ansprechenden Leistungen konnte er sich fürs Finale qualifizieren, welches für ihn auf Rang 6 endete. Unmittelbar dahinter klassierte sich Marco Gerhartl, der damit nach jahrelanger Pause, sein Comeback-Wochenende ebenfalls mit guten Punkten für die Meisterschaft krönen konnte. Überragender Fahrer des Finales war aber der junge Tscheche Milan Vanek, der sich deutlich vor seinem Landsmann Petr Nikodem durchsetzen konnte. Dahinter fuhr lange Zeit Philip Stenzl, anscheinend ungefährdet, auf Rang 3 vor Patrick Kolm, der in ein rundenlanges Duell mit Timo Pähler verstrickt war. Schließlich konnte sich der Holländer sowohl gegen Kolm als auch gegen Stenzl, der allerdings durch eine gebrochene Radaufhängung links vorne deutlich beeinträchtigt war, durchsetzen und den letzten Platz am Stockerl erobern. Auch Kolm konnte Stenzl noch passieren und sich als bester Österreicher Rang 4 sichern.

20 Starter fanden sich bei den bärenstarken Superbuggies ein. Neben sämtlichen tschechischen Spitzenfahrern auch der regierende Europameister Bernd Stubbe aus Deutschland. Für Österreich gingen die beiden Niederösterreicher Christian Huber und Markus Thomas an den Start. Sie lieferten zwar durchwegs ansprechende Leistungen ab, waren aber im Semifinale chancenlos und verfehlten knapp die Qualifikation für den Endlauf. Auch für Europameister Bernd Stubbe war hier, nach Reifenschaden, Endstation. Im Finale führte Titelverteidiger Radek Jordak einen tschechischen 9-fach Erfolg an. Auf den Plätzen landeten Jakub Kubicek und Roman Kerka. Auch der inzwischen 73jährige Methusalem des Autocross Sports, Jaroslav Hosek, konnte sich wieder für den Endlauf qualifizieren und beendete diesen als sechster. Für Markus Thomas endete das Wochenende auf Rang 11, Christian Huber wurde 14.

Die dritte Klasse in der heimische Fahrer an den Start gingen waren die Tourenwagen bis 1600ccm. Dominik Senegacnik, Stefan Wolfsgruber und Amazone Bernadette Punkenhofer. Alle 3 stammen aus Oberösterreich, pilotieren einen Skoda Fabia und starten für den Znaimer Klub KRTZ. Während Punkenhofer ihren ersten internationalen Start absolvierte und letztendlich das Final als 11. nach den Vorläufen denkbar knapp verpasste konnten sich sowohl Senegacnik als auch Wolfsgruber dafür qualifizieren. Hier konnte sich Tomas Janos vor dem Dominator der Vorläufe, Zdenek Antony, und Jan Ratajsky (alle CZ) durchsetzen. Für Senegacnik stand am Ende Rang 4 zu Buche, Wolfsgruber platzierte sich als sechster!

Leider fanden sich in den übrigen Klassen, die allerdings meist nur zur tschechischen Meisterschaft zählten, keine österreichischen Starter ein. Trotzdem auch ein bisschen was dazu:

Einen großen Aufschwung gab es bei den Juniorbuggies, die im letzten Jahr eigentlich nur so dahin vegetierten und immer nur 3-4 Fahrzeuge an den Start brachten. Hier fanden sich 8 Piloten ein; teilweise aus den Racerbuggies nachgerückt, aber auch der Spanier Javier Bracho nutzte die Chance um für die Europameisterschaft zu testen. Der Sieg machten sich aber die erfahrenen Fahrer unter sich aus und am Ende konnte sich Jakub Novotny vor Titelverteidiger Jaromir Kadlecik durchsetzen.

Ebenfalls sehenswert war die Beteiligung bei den Racer Buggies - speziell in der Einsteigerklasse bis 160ccm: hier fanden sich 15 Fahrer am Start ein. Die Leistungsunterschiede waren zwar eklatant aber speziell im Finale entwickelten sich doch einige sehenswerte Zweikämpfe. Den Sieg konnte sich Sebastian Mihulka sichern. Bei den Buggies bis 125ccm konnte sich Stanislav Brousek und bei denen bis 250ccm Dominik Starosta durchsetzen.

Leider am absteigenden Ast befindet sich das Teilnehmerfeld der Allradtourenwagen. In beiden Klassen gemeinsam (TAX + D5) brachte man es gerade mal auf 11 Nennungen. Trotzdem waren die gezeigten Leistungen durchaus sehenswert und konnten die zahlreichen Zuseher faszinieren. Am Ende blieb ein rein tschechisches Podium mit Dusan Horcicka vor Ivos Mahr und Radek Plichta.

Ein Thema für sich waren wieder die Cartkrosser des MASCOM-Cups. Mit bis zu 14 Startern pro Lauf war das Gedränge auf der Strecke natürlich groß und es kam folglich auch immer wieder zu Rennabbrüchen in Folge von Überschlägen. Zum Glück blieben diese aber ohne ernstliche Folgen. In Abwesenheit von Titelverteidiger Jan Kunes konnte sich im Finale Petr Dolezal vor seinen tschechischen Landsmännern Ondrej Hartych und Jan Roubicek durchsetzen.

Vorschau: auch heuer wird dieses Offroad Spektakel wieder in Österreich zu bewundern sein. Am 25. und 26. August geben sowohl die Autocrosser als auch die Fahrer des Mascom-Cups am Hollabrunner WRT-Ring an den Start.

Autor:

Gerhard Radl aus Korneuburg

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