Erlebnis Landwirtschaft

Im Kuhstall von Franz und Resi Ebner geht’s persönlich zu, auch jedes einzelne Rind hat seinen eigenen Namen.
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  • Im Kuhstall von Franz und Resi Ebner geht’s persönlich zu, auch jedes einzelne Rind hat seinen eigenen Namen.
  • hochgeladen von Sandra Schütz

BEZIRK KORNEUBURG / STETTEN. "Landwirtschaft, das sind nicht nur Äcker und Felder. Vieles passiert im Verborgenen, in den Scheunen und Hallen, nicht für jedermann sichbar", sagt Landwirtschaftskammer-Obmann Manfred Weinhappel. Genau aus diesem Grund, um das, was hinter den Kulissen passiert, sichtbar zu machen, gibt es jährlich die "Woche der Landwirtschaft", bei der Betriebe und auch die Menschen, die diesen ausmachen, vor den Vorhang geholt werden.

Gebündelte Regional-Power

Die ist etwa bei Resi und Franz Ebner in Stetten spürbar. Seit 300 Jahren gibt es den landwirtschaftlichen Betrieb schon. Heute bauen die Landwirte auf 50 ha Weizen, Gerste, Luzerne, Sonnenblumen und Mais an, kümmern sich um Rinder- und Schweinezucht und seit 2012 wird die Angus-Familie immer größer.
Und weil das noch nicht genug Arbeit ist, wird jeden Freitag und Samstag – und das schon seit 21 Jahren – der "Bauernladen Stetten" geöffnet. Dort verkauft man nicht nur die eigenen Erzeugnisse, sondern auch Produkte von Landwirten aus dem Bezirk und der Region.

Gutes vom Bauernhof

Auch Gemüse und Eier von Andrea und Hannes Zehetner sind dort zu finden. Die Familie baut auf 90 ha Ackerland Wurzelgemüse an, den Hauptzweig in der Direktvermarktung machen Erdäpfeln aus. Zudem flattern bis zu 350 Hühner im Stall, die den Zehetners und allen, die zum Ab-Hof-Verkauf (montags bis samstags Vormittag) kommen, ihre Eier "überlassen". "Gutes vom Bauernhof" ist bei Zehetner Programm, war der Betrieb doch auch einer der ersten 15, die mit diesem Gütesiegel ausgezeichnet wurden.

Zusammenhalt statt Konkurrenz

Nicht nur bei der Vermarktung arbeitet man im Rahmen des Bauernladens zusammen. Auch in Sachen Maschinen gingen drei Betriebe des Ortes eine Gemeinschaft ein. So teilen sich Ebner, Zehetner und Jatschka landwirtschaftliche Geräte.

Das Warten auf den Regen

Hätten die Landwirte einen Wunsch frei, so würden sie um Regen bitten. "Der Witterungsverlauf war jetzt nicht schlecht, aber mittlerweile ist der Wasserverbrauch enorm. Wenn es in der nächsten Woche nicht regnet, könnte das schon Folgen haben", erklärt LK-Obmann Weinhappel.

Zur Sache: Im Bezirk Korneuburg gibt es vier Bauernläden/Bauernmärkte, die wöchentlich ihre Türen öffnen: Stetten, Simonsfeld, Großrußbach und Rückersdorf.
Es gibt rund 100 Heurigenbetriebe, elf davon wurden als "Top-Heurige" ausgezeichnet.
Im Bezirk gibt es 12 "Gutes vom Bauernhof"-Betriebe, drei Betriebe bieten "Schule am Bauernhof" an und bei fünf Bauernhöfen kann man auch gleich Urlaub machen.
Dazu kommen noch die wöchentlichen Grünmärkte, etwa in den Städten Korneuburg und Stockerau.

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