Tschick-Automaten im Visier - Trafikanten haben Angst ums Überleben

Schutz oder "Pflanz": Trafikantin Gabriele Karanz bezeichnet die Automaten-Diskussion als "Wahnwitz des Tages".
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  • hochgeladen von Sandra Schütz

BEZIRK KORNEUBURG. "Das ist der Wahnwitz des Tages. Immer auf die Trafikanten und Wirte, wann hört das endlich auf", fragt sich Korneuburgs Trafikantin Gabriele Karanz. Denn derzeit ist eine Debatte entbrannt, in deren Mittelpunkt die Zigarettenautomaten stehen. Sie sollen, ebenso wie die Zigarettenpackungen, mit Schockbildern versehen sein, um so potentielle Raucher abzuschrecken. "Nach allem, was wir bisher umsetzen mussten, war das eigentlich nur die logische Folge. Ich bin mir sicher, das Ziel des ganzen ist ein komplettes Verbot der Automaten."


Wirtschaftliche Einbußen


Und dabei hätte Karanz eine ganz einfache Lösung parat: "Man muss ja keine Zigarettenpackungen auf den Automaten abbilden. Einfach und simpel, unifarben oder eingelassen in die Fassade, da gibt es ja viele Möglichkeiten."
Dass ein Verbot der Automaten die Trafikanten in Bedrängnis bringen könnte, auch davon ist Karanz überzeugt. "Abhängig von Standort und Anzahl, macht das Automatengeschäft bis zu 30 Prozent vom Umsatz aus", erklärt die Trafikantin und fügt hinzu: "Im Jahr 2000 gab es noch zwölf Trafiken in Korneuburg, heute haben wir noch sieben."


Änderungen ab 2018


Was auch immer mit den Zigarettenautomaten passiert, schon jetzt steht fest, ab 2018 wird einiges anders: So soll ein komplettes Rauchverbot in Lokalen gelten und "Tschick" sollen aus Tankstellen und Gastrobetrieben verschwinden.
"Seit rund 30 Jahren ist es der Grundgedanke der WHO, die Ware Tabak zu zerstören, obwohl es sich um ein legales Produkt handelt. Und wenn man bedenkt, dass in Österreich rund 33 Prozent rauchen, dann wird eigentlich viel Aufwand für eine sehr überschaubare Gruppe betrieben", macht Karanz ihrem Ärger Luft.


Eigenverantwortung


Dass Rauchen schädlich für die Gesundheit ist, darüber braucht man nicht zu diskutieren. Ob jedoch ein Automatenverbot vom Glimmstängel abhalten wird, bleibt abzuwarten.

Autor:

Sandra Schütz aus Korneuburg

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