19.01.2018, 15:25 Uhr

Der Generationencampus nimmt Formen an

Bürgermeister des Bezirks informierten sich über die Planungen des "Generationencampus" in Korneuburg.

45 Millionen Euro, 11 Hektar und zwei Jahre Bauzeit – das sind die Eckpunkte zum Generationencampus Korneuburg.

STADT KORNEUBURG. Das Korneuburger Pflegeheim ist in die Jahre gekommen, kann den Anforderungen an moderne Pflege nicht mehr standhalten. Auch das ehemalige Landesjugendheim steht veränderten Strukturen gegenüber. Um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, wird bis zum Jahr 2020 der Generationencampus auf dem Areal des Landesjugendheimes entstehen.
Ein großes Vorhaben, gilt es doch die Lebensräume von Kindern, Jugendlichen und älteren Menschen zu vereinen, nicht zu vergessen die Arbeitswelten der zahlreichen Angestellten. Dieser Herausforderung stellt sich das Architekturbüro "Laudon, Habeler und Kirchweger", das als Gewinner aus dem Architekturwettbewerb herausgegangen ist. Die Planungen laufen auf Hochtouren, im Frühjahr 2019 soll mit dem Bau begonnen, im Frühjahr 2021 übersiedelt werden.

Leuchtturmprojekt in ganz Europa

In ganz Österreich gibt es kein vergleichbares Projekt, wie Projektleiter Markus Mattersberger bei der großen Präsentation mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner in Korneuburg erklärt. "Sogar auf europäischer Ebene findet man kein Projekt, das derartig innovativ ist."

Ein richtiges Zuhause

Das soll der neue Generationencampus werden. Gemeinschaftsbereiche für Jung und Alt sowie private Rückzugsorte sollen das gemeinsame Wohnen der Generationen – ausschließlich in Ein- oder Zweibettzimmer – so angenehm wie möglich machen. 45 Millionen Euro werden vom Land NÖ investiert, um nicht nur in der Planung auf modernste, digitale Mittel zurückgreifen zu können, sondern auch im künftigen Alltag der Bewohner einen innovativen Mehrwert für die Lebensqualität zu schaffen.
Mit im Boot ist dabei auch das Austrian Institute of Technology (AIT), das mit der Entwicklung der "Active and Assisted Living"-Programme betraut ist. Diese sollen nicht nur ein selbstbestimmtes Leben im hohen Alter ermöglichen, sondern auch die Arbeit des Pflegepersonals in völlig neue Dimensionen führen.
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