11.11.2016, 17:04 Uhr

Ein Jahr Flüchtlingshilfe in Langenzersdorf

Peter Schawerda und Josef Zinsberger mit den "Friedenstauben". (Foto: Initiative L.E.)

"Engagiert, emotional, erfolgreich" – das ist das Credo der Initiative Langenzersdorf.

LANGENZERSDORF. Die Initiative Langenzersdorf blickt auf ein Jahr voller emotionaler Begegnungen, auf engagierte Mitarbeit vieler Ehrenamtlicher, auf enorme Unterstützung zahlreicher Helfer und auf eine Fülle an Projekten zurück. Erklärtes Ziel war es von Anfang an, die Flüchtlinge nicht nur willkommen zu heißen, sondern sie im Ort zu integrieren. Im Rahmen eines Festes präsentierten nun die Teamleiter der verschiedenen "Fokusgruppen" die große Vielfalt an Aktivitäten aus den Themenbereichen Garten, Freizeit, Sport, Sachspenden, Lernhilfe und vieles mehr.
Peter Schawerda, Koordinator der Initiative, freut sich vor allem über die enorme Kreativität der Helfer: "Je individueller wir agieren, umso effektiver passiert eine erfolgreiche Integration. Die Badepaten auf der Seeschlacht oder die Radfahrkurse für Damen waren sehr gelungene Aktionen, die einerseits nützlich waren für die Flüchtlinge, aber auch generell zum positiven Schwung im Ort beigetragen haben."


Großes Fest

Das Interesse war groß, der Festsaal gut gefüllt. Veronika Rampetsreiter moderierte durch den sehr emotionalen Abend. Neben dem Informativen, stand auch Unterhaltsames, wie die orientalische Tanzeinlage des Tanzstudios Mills, auf dem Programm. Josef Zinsberger präsentierte seine erfolgreiche Mal-Spendenaktion und initiierte die Kunstaktion "Friedenstauben".
Die neuen Langenzersdorfer standen allerdings im Mittelpunkt. Da sich die vielen Deutschstunden ganz offensichtlich bezahlt gemacht haben, konnte sich ein Großteil der Flüchtlinge bereits recht angeregt mit den Festgästen unterhalten. Darüber hinaus bestritten sie einige Programmpunkte. Für Tränen in den Augen so mancher Flüchtlingsmutter sorgte das Gedicht "Woher ich komme" vom afghanischen Dichter Framez Nazemi, das Ashraf, Abotfacl und Mohammad Reza in Deutsch und Farsi vortrugen. Woher sie kommen und welche Zukunftpläne sie haben, erzählten Shamsi, Soraya, Merza und Javad im Rahmen einer Interviewrunde. Lukullischer Abschluss war das afghanische Buffet, das die Flüchtlinge mit tatkräftiger Unterstützung von Getrude Martinez in tagelanger Vorbereitung zubereitet hatten.
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